19. SPT: HSG Schlaubetal - MTV Altlandsberg
Oberliga, männliche Jugend A
Grenzen deutlich aufgezeigt
SV Lok Rangsdorf – HSG Schlaubetal 29:11 (11:3)
Von Uwe Hobelmann
Während Rangsdorfs Trainer Michel Ludwig nach der unnötigen Hinspielniederlage (24:26) noch 20 Minuten nach dem Spiel vor Frust nicht ansprechbar war, huschte ihm nach diesem Spiel ein Lächeln über die Lippen. Und das zu recht, denn seine Mannschaft zeigte 60 Minuten begeisternden Handball und nahm die HSG so richtig auseinander. Kann man die 29 Tore für ein Jugendspiel noch als normal erachten, so sind nur 11 Gegentore ein deutliches Zeichen für eine hervorragende Abwehrarbeit. „Das war einfach nur Klasse“ zeigte sich der HSG Trainer Uwe Hobelmann beeindruckt. Schon nach wenigen Minuten deutete sich an, wie hoffnungslos unterlegen die Schlaubetaler Mannschaft in diesem Spiel war. Immer wieder stellten die Rangsdorfer alle Lücken zu, halfen sich untereinander und zwangen damit die Gäste zu schlecht vorbereiteten Würfen. Einige davon konnte der gute Torwart sogar fangen. Und dann ging es über 60 Minuten schnell nach vorne. Entweder fielen die Tore ganz schnell über die 1. und 2. Welle oder aber sie spielten so geduldig, bis der richtige Mann frei werfen konnte. Dabei konnte man den Gästen nicht einmal vorwerfen, dass Sie nicht wollten, denn auch nur 11 Gegentore in einer Halbzeit sprechen eine andere Sprache. Aber ganze 3 Treffer in 30 Minuten schafft manchmal sogar der FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga.
Wieder einmal schafften es die Müllroser Kreisläufer nicht, größere Lücken für die Mitspieler zu schaffen. Das ganze Angriffspiel war wieder zu einfältig und ohne Bewegung ohne Ball.
So gingen die Schlaubetaler bereits frustriert in die Halbzeit. Aber auch die 2. Halbzeit wurde nicht wesentlich besser. Während der Rangsdorfer Kreisläufer zur Höchstform auflief und immer wieder toll frei gespielt wurde, versuchten die Schlaubetaler weiterhin nur mit 1-1 Aktionen zum Erfolg zu kommen. Lediglich Petrido Prötel konnte sich ansatzweise auf diese gute Abwehrarbeit einstellen, nur seine Mitspieler konnten von diesen Aktionen nicht profitieren, weil sie sich gänzlich versteckten. So sahen die leider wenigen Zuschauer weiter ein eindeutiges und damit auch langweiliges Spiel. Tim Ribnieger steigerte sich bei den Gastgebern erst in der 2. Halbzeit und aus seinen schnellen Aktionen konnten diesmal auch alle anderen Rangsdorfer Spieler Kapital schlagen. Obwohl die Schlaubetaler Mannschaft nach dem guten Spiel gegen den Tabellenvierten Oranienburg und dem deutlichen Sieg in der Vorwoche eigentlich mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen konnten, zeigten sie sich am heutigen Tage vollkommen überfordert. Von Minute zu Minute bauten die Leistungsträger ab und gaben die Verantwortung mit dem Ball jeweils an andere Spieler ab. Nach diesem Spiel jedenfalls konnte man sich nur verwundert die Augen reiben, wie denn die Schlaubetaler Mannschaft das Hinspiel gegen die gleiche Rangsdorfer Mannschaft gewinnen konnte.
„Trotzdem müssen wir diese sehr gute Leistung der Rangsdorfer einfach nur anerkennen. Das war die klar beste Mannschaft, gegen die wir in diesem Jahr verloren haben. Da die Jungs aus Rangsdorf zusammen bleiben, sind Sie für mich schon jetzt einer der Favoriten für die nächste Saison“ zog Uwe Hobelmann sein Fazit.
Mal sehen, ob die Schlaubetaler Mannschaft jetzt wenigstens Platz 7 bis zum Saisonende verteidigen kann.
HSG Schlaubetal:
Tor: Florian Kubusch , Robert Steiffert
Feldspieler: Sebastian Bannert (1), Tom Strohbach, André Hild (1), Tobias Hallert (1), Norbert Graßhoff (1), Marcel Jüterbock (2), Petrido Prötel (1), Patrick Silbermann, Michael Menz (1), Norman Szymanowski (3)
Trainer: Uwe Hobelmann
Schiedsrichter: Rochlitz/Strätz- Guben
Zeitstrafen: HSG Schlaubetal 3 / SV Lok Rangsdorf 3
7 m: HSG Schlaubetal 2/1 / SV Lok Rangsdorf 5/4
Zuschauer: 30

