HSG Schlaubetal Odervorland

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03. Spieltag - 30.09.17 - HSG - SSV Friedland

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

HSG Schlaubetal spielt Friedland im Derby an die W

HSG Schlaubetal-Odervorland - SSV Rot-Weiß Friedland 26:10 (14:10)
von W. Hohmann

Um es vorweg zu nehmen, im Derby mit dem SSV Rot-Weiß Friedland hatten die Gäste im gesamten Spiel nicht einmal ansatzweise die Chance, diese Partie für sich zu entscheiden. Zu deutlich war die Überlegenheit der Gastgeber von Beginn an. Insofern eine mehr als geglückte Revanche der Schlaubetaler für die 21:17 Niederlage der HSG- Mannschaft am letzten Spieltag der vorangegangenen Saison, die den Müllrosern die Silbermedaille kostete.
Dabei hatte es speziell in der Anfangsphase des Spiels den Anschein, als könnten die Friedländer in dieser Partie etwas reißen. Die Gastgeber standen in der Deckung von Beginn an sehr stabil und die Gäste hatten enorme Schwierigkeiten, das Abwehrbollwerk der Schlaubetaler zu überwinden. Diese blockte mehrfach die Würfe der Friedländer aus dem Rückraum und der wiederum sehr gut aufgelegte HSG- Keeper schien für die Friedländer fast unüberwindlich. So war es nicht verwunderlich, dass die Gastgeber bis zur 7. Minute schnell mit 3:0 in Führung gingen. Diese hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können, aber die Schlaubetaler leisteten sich bereits hier drei leichte technische Fehler im Spielaufbau. So konnten die Gäste dann in der 8. Minute den ersten Treffer zum 3:1 erzielen. In den sich anschließenden 12 Minuten stellten die Gastgeber das Handball „spielen“ fast ein. Trotz der weiterhin gut stehenden Deckung leistete man sich diverse Abspielfehler, warf einige Bälle neben oder über das Tor der Friedländer und verwarf völlig unkonzentriert auch noch zwei Siebenmeter. Dadurch konnten die Gäste den Rückstand nicht nur aufholen, sondern in der 19. Minute per Siebenmeter durch Patrick Schreiber zum 5:5 ausgleichen. Nun wurde es selbst dem ansonsten sehr ruhigen HSG- Coach Michael Stalla „zu bunt“, der in der 20. Minute eine Auszeit nahm und seine Jungs ob ihrer zahlreichen Fehler „zusammen faltete“. Dies zeigte auch sofort Wirkung. Eric Zimmermann, Frank Firniß und Daniel Heine erhöhten nach deutlich schnellerem Spiel der Gastgeber auf 8:5. Den Gästen gelang bis zur Halbzeit durch einen verwandelten Siebenmeter von Pascal Korau nur noch ein Tor, während Neuzugang Bernt Kratkey und Eric Zimmermann bis zur Pause weiter auf 10:6 erhöhten.
In der Halbzeitpause forderte Trainer Michael Stalla von seinen Jungs vor allem ein schnelleres und druckvolles Angriffsspiel. Und genau das setzte die Mannschaft dann in den zweiten 30 Minuten auch um.
Von Beginn an legten die Gastgeber ein deutlich schnelleres Tempo an den Tag und spielten die in allen Belangen deutlich unterlegenen Gäste förmlich an die Wand. Während den Rot-Weißen bis zur 40. Minute nur noch zwei Treffer gelangen, erhöhten Marc Eschenbach mit 3 Treffern sowie Frank Firniß und Normen Ermling auf 15:8. Dabei störte es niemanden in der Halle, dass die Gastgeber in dieser Phase 2 Zeitstrafen erhielten und einen Siebenmeter verwarfen. Das veranlasste den deutlich frustrierten Gästetrainer Volker Musik zu einer Auszeit in der 40. Minute. Aber auch das half nichts. Während den Gästen in den folgenden zehn Minuten gerade einmal zwei Tore warfen, setzten die Gastgeber das muntere Tore werfen sehr zur Freude der etwa 180 Zuschauer fort. Normen Ermling mit drei Treffern, Marc Eschenbach und Bernt Kratkey mit jeweils zwei sowie Frank Firniß und Matthias Stalla bauten die Führung der Gastgeber auf sage und schreibe 24:9 aus. Jetzt waren die HSG- Fans vollends aus dem Häuschen und für die Friedländer deutete sich ein regelrechtes Debakel an. Dass dies dann nicht eintrat, war der Tatsache geschuldet, dass die Schlaubetaler in den letzten zehn Minuten noch drei Zeitstrafen kassierten und in punkto Schnelligkeit auch einen Gang zurück schalteten. Das konnten die Friedländer dann auch nutzen, um sieben Treffer zu erzielen und so das 26:10 Endergebnis in für sie „erträglichen“ Grenzen zu halten.
Im Nachhinein werden sich die HSG- Spieler sicher ärgern, dass sie mit der „verschlafenen“ 1. Halbzeit, vier nicht verwandelten Siebenmetern und zahlreich „versiebten“ weiteren Chancen die Möglichkeit vergeben haben, die Tabellenführung zu übernehmen. Denn die mit 6 Plustoren mehr auf Platz eins liegenden Finsterwalder liegen nur wegen des besseren Torverhältnisses auf Platz eins der Tabelle.
So sah es nach dem Spiel auch HSG- Trainer Michael Stalla: „Mich ärgert vor allem die Art und Weise, wie meine Mannschaft in den ersten zwanzig Minuten der 1. Hälfte agiert hat. Viel zu statisch, ohne Biss und mit zahlreichen Fehlern behaftet, haben wir hier die Möglichkeit vergeben, die Tabellenführung zu übernehmen. Im Hinblick darauf, dass wir jetzt dreimal hintereinander beim HC Spreewald II, dem SC Trebbin und dem SV Chemie Guben antreten müssen, werden wir uns solche Fehler nicht leisten können. Wenn wir jedoch insgesamt so auftreten, wie heute in der 2. Halbzeit, dann brauchen wir keinen Gegner fürchten.“



HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jakub Wamka, Florian Kubusch
Feld: Matthias Stalla 4, Przemyslaw Tolyz 1, Erik Zimmermann 2/1, Marc Eschenbach 6/0, Bernt Kratkey 3, Daniel Heine 1, Normen Ermling 6/0, Frank Firniß 3
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock
Betreuer: David Krüger
Schiedsrichter: Gensichen, Markus/Gensichen, Uwe – SV HerzbergZeitstrafen: HSG 8, Friedland 37-Meter: HSG 5/1, Friedland 6/4
Zuschauer: 150