HSG Schlaubetal Odervorland

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04. Spieltag - 07.10.17 - HC Spreewald II - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

Mit Kampfgeist erste Saisonniederlage verhindert

HC Spreewald II - HSG Schlaubetal-Odervorland 26:26 (14:13)
von W. Hohmann

Nach dem tollen Derbysieg gegen Friedland galten die HSG- Männer bei vielen auch in diesem Auswärtsspiel als der klare Favorit. Doch Trainer Michael Stalla dämpfte diese Euphorie bereits vor diesem Spiel. „Der HC Spreewald II war schon immer ein schwer zu bespielender Gegner. Ich erinnere nur an das 28:28 Remis aus dem Heimspiel der letzten Saison. Und auch in den drei Spielen dieser Saison gab es durchweg knappe Ergebnisse.“ Wie Recht er damit behalten sollte, zeigte dann auch der Spielverlauf bei den Spreewäldern.
In der ersten Halbzeit wogte die Partie hin und her. Die Schlaubetaler konnten mit 0:1 durch Matthias Stalla in Führung gehen. Dieser 1 Tore Vorsprung hielt bis zum 4:5 durch Marc Eschenbach in der 10. Minute. Bereits in dieser Phase deutete sich an, was für die Schlaubetaler an diesem Tag zum Problem werden könnte. Und zwar die Chancenverwertung, denn Matthias Stalla konnte beim Stand von 3:4 einen 7-m nicht verwandeln. Statt einer 2 Tore glichen die Gastgeber jeweils zum 4:4, 5:5 und 6:6 aus. In der 14. Minute gingen die Gastgeber erstmals mit 7:6 in Führung. Nun waren es die Schlaubetaler, die jeweils zum 8:8 und 12:12 ausglichen. Zwischenzeitlich hatten sich die Hausherren auch einen 2 Tore Vorsprung erarbeitet, konnten diesen jedoch auch nicht ausbauen. In der Endphase der 1. Halbzeit hatten die HSG- Männer beim Stand von 14:13 für die Gastgeber gleich zweimal die Chance durch Siebenmeter auszugleichen. Aber sowohl Daniel Heine als auch Tobias Hallert konnten vom Punkt nicht verwandeln. Damit gingen die Gastgeber mit diesem knappen 14:13 in die Halbzeit.
In der Pause mahnte Trainer Michael Stalla seine Männer vor allem an, mehr Konzentration an den Tag zu legen. Denn neben den drei nicht verwandelten Siebenmetern gab es noch weitere einfache Fehler wie unplatzierte Torwürfe aber auch einfache Abspielfehler. Daran sollte sich dann auch in der 2. Halbzeit nicht viel ändern.
Zunächst blieb die Partie weiterhin ausgeglichen. Nach dem Anpfiff konnten die Gastgeber ihre Führung auf zwei Tore zum 15:13 bzw. 16:13 ausbauen. In der 34. Minute gelang ihnen erstmals eine drei Tore Führung zum 17:14. Doch auch diese hatte keinen Bestand, denn die Schlaubetaler standen in der Deckung weiter stabil und konnten durch drei Treffer in Folge durch Marc Eschenbach, Matthias Stalla und Felix Preiss wieder zum 17:17 ausgleichen. Wer nun dachte, dass die Gäste das Spiel zu ihren Gunsten wenden könnten, sah sich getäuscht. Was dann folgte, war die schwächste Phase der HSG in diesem Spiel. Man verfiel wieder in dieselben Fehler der ersten Halbzeit, verlor dreimal hintereinander bei eigenem Angriff den Ball und musste mit ansehen, wie die Gastgeber sich mit fünf Treffern in Folge bis zur 43. Minute auf 22:17 absetzen konnten. Nun wurde es für die HSG doppelt schwer, diesen Rückstand wett zu machen. Doch die Mannschaft gab sich in der Endphase niemals auf. Zunächst konnte man den Rückstand bis zur 51. Minute auf zwei Tore zum 24:22 verkürzen. Dann wurde es in den letzten neun Minuten „Vogel wild“. Nachdem die Gastgeber auf 25:22 erhöhen mussten, bekamen Matthias Stalla (HSG) und Nico Manig (HCS) zeitgleich nach 53 Minuten und 15 Sekunden jeweils 2 Minuten. Gleich anschließend erhielt Przemyslaw Tolyz nach 55:21 Minuten ebenfalls eine Zeitstrafe. Diese konnten die Gastgeber nach 55:50 Minuten nutzen, um auf 26:22 zu erhöhen. Damit schien das Spiel für die Gastgeber endgültig gelaufen. Doch die HSG- Sieben stemmte sich in den verbleibenden Minuten mit Vehemenz gegen die drohende Niederlage. Die letzten Minuten im Telegrammstil: 56:23 (56:23 Min.) durch Daniel Heine, 26:24 (57:37) 7m mit Tor durch Marc Eschenbach, 26:25 (58:23) durch Felix Preiss und 26:26 (59:39) durch Matthias Stalla. Da den Gastgebern in den verbleibenden 21 Sekunden kein Treffer mehr gelang, trennte man sich am Ende 26:26 Unentschieden. HSG- Trainer Michael Stalla äußerte sich nach dieser turbulenten Endphase zu dem Spiel seiner Mannschaft: „Speziell in den letzten 10 Minuten hat die Mannschaft eine tolle Moral bewiesen und mit absolutem Willen die drohende Niederlage abwenden können. Zuvor sind wir praktisch an uns selbst gescheitert. Drei nicht verwandelte Siebenmeter, etliche Fehlwürfe sowie einfache Abspielfehler speziell im Spielaufbau haben uns nie so richtig in das Spiel finden lassen. Insofern sind wir heute noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Insofern ein Kompliment an die gesamte Mannschaft, die sich trotz des Rückstandes in den letzten Minuten nie aufgegeben hat.“ Ergänzend muss man noch anführen, dass die Schlaubetaler mit Felix Preiss den mit Abstand erfolgreichsten Werfer des Spiels in seinen Reihen hatte, der allein auf 13 Treffer und damit genau 50% der von seinem Team erzielten Tore kam.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jakub Wamka, Florian Kubusch, Danny Hugler
Feld: Felix Preiss 13, Matthias Stalla 5, Florian Lusansky, Tobias Hallert 1/0, Marcel Jüterbock, Pascal Radke, Przemyslaw Tolyz 1, Marc Eschenbach 4/1, Daniel Heine 2/1
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock
Betreuer: David Krüger
Schiedsrichter: Heiko Schulz/Dirk HoffmannZeitstrafen: HCS 4, HSG 37-Meter: HCS 1/0, HSG 5/2