HSG Schlaubetal Odervorland

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06. Spieltag - 21.10.17 - SV Chemie Guben - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

Unerwartete "Schlappe" gegen Guben

SV Chemie Guben 1990 - HSG Schlaubetal-Odervorland 33:21 (13:09)
von W. Hohmann

Im dritten Auswärtsspiel in Folge musste Verbandsligist HSG Schlaubetal auswärts antreten. Diesmal bei den starken Gubenern vom SV Chemie. Diese hatten vor allem in den beiden Auswärtsspielen zu überzeugen gewusst. Hier verlor man beim HC Spreewald II denkbar knapp mit 21:20 und gewann beim Tabellenfünften TSG Lübbenau 63 II mit 18:23. Insofern warnte Trainer Michael Stalla seine Mannschaft vor diesem unbequem zu bespielenden Gegner und forderte von Beginn an vollste Konzentration. Doch genau die ließ seine Mannschaft von Beginn an vermissen und lieferte die bisher schwächste Saisonleistung ab.
Dabei verlief die Anfangsphase des Spiels für die Schlaubetaler durchaus noch erfolgversprechend. Denn nach fünf gespielten Minuten stand es 2:2 Unentschieden. Doch dann nahm das Unheil bereits seinen Lauf. Während den HSG- Spielern bei drei eigenen Angriffen kein Treffer gelang, erzielten die Gastgeber in dieser Phase fünf Tore hintereinander. So zogen sie bis zur 15. Minute auf 7:2 davon. Neben der unzureichenden Chancenverwertung im Angriff stimmte es in dieser Phase bei den Schlaubetalern in der Abwehr überhaupt nicht. Es wurde kaum verschoben, zu langsam agiert und die Zuordnung stimmte hinten und vorn nicht. Das machte es den Gubenern relativ einfach, die sich bietenden Lücken konsequent zu eigenen Treffern zu nutzen. Erst in den zweiten 15 Minuten wachten die Müllroser zumindest im Angriff auf. Hier waren es vor allem Bernt Kratkey, der vor der Pause vier Treffer erzielen konnte, sowie Felix Preiss und Marc Eschenbach, die bis zum Halbzeitstand von13:9 auf 4 Tore verkürzen konnten. Dass es nicht zu mehr langte, lag vor allem an der nach wie vor schwachen Abwehrleistung der Müllroser.
Demzufolge forderte Trainer Michael Stalla in der Halbzeit vor allem mehr Bewegung und Konzentration im Abwehrverhalten, aber auch beim Torwurf, wo die Wurfeffektivität weit unter dem normalen Niveau lag.
Doch wie bereits in der 1. Hälfte trat aus Sicht der Gäste wieder genau das Gegenteil ein. Einfache Fehler in der Abwehr und im Angriff machten den Gastgebern das Tore werfen viel zu einfach. Den Schlaubetalern gelang fünf Minuten Garnichts. Dagegen war bei den Chemikern jeder Wurf ein Treffer, so dass sie binnen fünf Minuten ihren Vorsprung von 13:9 auf 18:10 ausbauen konnten. Auch in der Folgezeit blieben nahezu alle HSG- Spieler weit unter ihrer Normalform, so dass es nicht einmal ansatzweise zu einer Verkürzung des Rückstandes reichte. Ganz im Gegenteil gab es für die Gubener so etwas wie ein Tore-Festival. Am Ende siegten sie auch in dieser Höhe völlig verdient mit 33:21.
Dementsprechend sprachlos zeigte sich dann auch Trainer Michael Stalla nach dem Abpfiff:
„Wir haben heute bis auf Bernt Kratkey als Mannschaft komplett versagt. Und zwar nicht nur einzelne Spieler, sondern praktisch das gesamte Team. Und das sowohl in der Abwehr als auch im Spielaufbau bis hin zu einer völlig indiskutablen Wurfeffektivität. Verdeutlicht wird das schon dadurch, dass es Matthias Stalla (3), Eric Zimmermann (2) und Marc Eschenbach (1) zusammen gerade einmal auf 6 Treffer gebracht haben. Und ich kann mich auch nicht daran erinnern, wann wir zuletzt 33 Gegentore kassiert haben. Das müssen wir genau analysieren, wozu wir nach diesen drei Auswärtsspielen jetzt etwas Zeit haben.“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Florian Kubusch, Danny Hugler
Feld: Felix Preiss 4, Tobias Hallert, Florian Lusansky 0, Marcel Jüterbock, Matthias Stalla 3, Eric Zimmermann 2/1, Marc Eschenbach 1, Bernt Kratkey 7, Daniel Heine 2, David Krüger, Frank Firniß 2
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock
Schiedsrichter: Heiko Paulick/Anja SchneiderZeitstrafen: SV Chemie 5, HSG 57-Meter: SV Chemie 2/2 , HSG 4/1