HSG Schlaubetal Odervorland

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07. Spieltag - 04.11.17 - HSG - BSV Finsterwalde

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

Finsterwalde gewinnt Spitzenduell gegen die HSG Sc

HSG Schlaubetal-Odervorland – BSV Grün-Weiß Finsterwalde 24:27 (12:12)
von W. Hohmann

Am Samstagabend erlebten die Zuschauer in der Briesener Sporthalle ein gutklassiges und bis in die Schlussphase dramatisches Handballspiel. Vor der Partie bildeten beide Mannschaften einen Kreis und legten für den am gleichen Tag beerdigten HSG- Spieler Pascal Radke eine Trauerminute ein. Eine schöne Geste auch des Gästeteams aus Finsterwalde. Anschließend boten beide Mannschaften den Zuschauern ein Spiel, das alles beinhaltete, was ein Spitzenspiel ausmacht. Tolle Spielzüge auf beiden Seiten, Spitzenleistungen beider Torhüter, taktische Feinheiten auf beiden Seiten sowie Diskussionen über einige nicht immer nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen hüben wie drüben.
Dass die Gäste aus dem Spreewald als Tabellenführer nicht nach Briesen gekommen waren, um hier den Punktelieferanten zu spielen, machten sie gleich zum Beginn des Spiels deutlich. Während die Gastgeber die ersten beiden Angriffe durch ihren „Angriffs- Hünen“ Matthias Stalla im Bestreben einer schnellen Führung zu schnell und mit nicht platzierten Würfen „vergeigten“, nutzten die Gäste dies mit ihrem bekannten temporeichen Kombinationsspiel zur schnellen 0:2 Führung. Nachdem Marc Eschenbach in der 5. Minute den 1:2 Anschluss herstellte, erhöhten die Gäste wieder auf 1:3. Beim dritten Wurfversuch gelang Matthias Stalla dann in der 5. Minute der zweite HSG- Treffer zum 2:3 Anschlusstreffer. Nach einer tollen Parade von Jacub Wamka im HSG- Gehäuse erzielte derselbe Spieler im Gegenzug den 3:3 Ausgleich. Jetzt waren die Hausherren voll im Spiel. Nachdem HSG- Trainer Michael Stalla gegen den Finsterwalder Ballverteiler Eric Biele Manndeckung angeordnet hatte, geriet das Angriffsspiel der Gäste zunächst einmal ins Stocken. Felix Preiss und Normen Ermling bis zur 10. Minute auf 5:3. Diese 2 Tore Führung verteidigten die Gastgeber bis zum 8:6 in der 18. Spielminute. Nach dem 8:7 Anschlusstreffer der Gäste kassierte Matthias Stalla in der 19. Minute eine 2 Minuten Strafe. Diese nutzten die Sängerstädter mit zwei weiteren Treffern, um nun ihrerseits mit 8:9 in Führung zu gehen. Die restlichen 9 Minuten der 1. Halbzeit verliefen völlig ausgeglichen. Obwohl die Gäste sich zwischenzeitlich sogar mit drei Toren auf 9:12 absetzen konnten, erzelten die Gastgeber dann ihrerseits drei Treffer in Folge durch Bernt Kratkey, Felix Preiss und Matthias Stalla bis zum Halbzeitstand von 12:12.
Die zweite Halbzeit begann für die Gastgeber zunächst erfolgversprechend. Nachdem die Gäste den Anwurf zur 12:13 Führung genutzt hatten, glich Normen Ermling zum 13:13 aus und Eric Zimmermann erhöhte in der 34. Minute auf 14:13. Doch dann begann für die Gastgeber das, was man gemeinhin in einem Spiel als „Einbruch“ bezeichnet. Denn insgesamt sieben Minuten gelang ihnen kein einziger Treffer mehr. Begonnen hatte das Ganze mit zwei unplatziert verworfenen Siebenmetern durch Eric Zimmermann sowie zum Teil stark vom Gäste- Keeper Ivo Göricke parierten Würfen fast der gesamten HSG- Angriffsreihe. Ganz anders der BSV. Dieser nutzte das „Schwächeln“ der HSG zu fünf Treffern am Stück und dem Führungsausbau auf 14:19 in der 41. Minute. Diesen fünf Tore Vorsprung verteidigten die Gäste bis zum 16:21 in der 44. Minute und schienen sich dabei klar auf der Siegerstraße zu befinden. Doch weit gefehlt. Jetzt bekamen die Gastgeber die „2. Luft“ und erzielten ihrerseits durch Matthias Stalla, 2-mal Felix Preiss, Normen Ermling und Marc Eschenbach fünf Tore am Stück und erzielten in der 50. Minute den kaum noch für möglich gehaltenen 21:21 Ausgleich. Nach dem erneuten 22:22 Ausgleich durch Felix Preiss stand die Halle Kopf und ein Sieg der kämpferisch stark auftrumpfenden Gastgeber war wieder im Bereich des Möglichen. Doch gerade in der Endphase fühlten sich die Gastgeber gleich mehrfach vom Schiedsrichtergespann Opitz/Schulz (SV Eintracht Ortrand/HSV Senftenberg) benachteiligt. Erst schickten sie in der 54. Minute beim Stand von 22:23 Eric Zimmermann für 2 Minuten vom Feld. Das nutzte der BSV mit zwei Treffern zum Führungsausbau auf 22:25. Nach dem erneuten Anschlusstreffer von Normen Ermling zum 23:25 konnte der BSV den folgenden Angriff von der 56. Bis 58. fast zwei Minuten bis zum 23:26 ausspielen, obwohl der Feldschiedsrichter „schon“ nach über einer Minute Zeitspiel angezeigt hatte. Damit war die Partie dann auch gelaufen und die Gastgeber mussten sich nach einem tollen Kampf am Ende mit 24:27 gegen den Tabellenführer geschlagen geben. Es wäre aber zu einfach, den Schiedsrichtern den „schwarzen Peter“ zuzuschieben. Dass diese speziell in der 2. Hälfte zum Teil zweifelhafte Entscheidungen trafen, war unübersehbar. Diverse Schrittfehler, deutlich sichtbare Fußfehler oder zugunsten von Frei- oder Strafwürfen zurück gepfiffene Tore betrafen nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Gäste aus Finsterwalde, die ebenfalls mehrfach nach von ihnen empfundenen Entscheidungen erbost aufsprangen. Vielmehr liegt die eigentliche Ursache für diese Niederlage bei den Gastgebern selbst.
Denn insgesamt scheiterten die HSG- Angreifer im gesamten Spiel neunmal völlig freistehend mit ihren Torwürfen am Gäste- Keeper oder das Tor wurde verfehlt. Dazu kamen noch zwei schwach geworfene und nicht verwandelte Siebenmeter und zwei bis drei andere Fehler. Das ist in solchen Spitzenspielen dann einfach zu viel, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Dennoch haben die Schlaubetaler in diesem Spiel eine tolle Moral gezeigt, was von den Zuschauern auch anerkannt wurde.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jacub Wamka, Florian Kubusch, Danny Hugler
Feld: Felix Preiss 6, Florian Lusansky, Marcel Jüterbock, Matthias Stalla 6, Eric Zimmermann 2/2, Marc Eschenbach 2, Bernt Kratkey 2, Daniel Heine 1, Normen Ermling 5
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock
Betreuer: David Krüger
Schiedsrichter: Opitz/Schulz (SV Eintracht Ortrand/HSV Senftenberg)Zeitstrafen: HSG 6, BSV 37-Meter: HSG 4/2 , BSV 4/3