HSG Schlaubetal Odervorland

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17. Spieltag - 17.03.18 - HSG - SV Chemie Guben

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

"Pflichtsieg" gegen Guben im Medaillenkampf

HSG Schlaubetal-Odervorland – SV Chemie Guben 27:24 (12:13)
von W. Hohmann

Der Kampf um die Medaillenränge in der Verbandsliga Süd der Männer geht in seine entscheidende Phase dieser Meisterschaftssaison und die HSG Schlaubetal-Odervorland ist mit dem Heimsieg gegen den SV Chemie Guben mittendrin. Mit diesem Erfolg behaupteten die Müllroser ihren dritten Tabellenplatz und liegen derzeit nur zwei Punkte hinter dem BSV Grün-Weiß Finsterwalde, der sein Heimspiel gegen den Tabellenvierten TSG Lübbenau 63 II mit 32:35 verloren hat. Damit trennen den erneuten Tabellenführer SC Trebbin (25:7 Punkte) und den derzeitigen Tabellenfünften MTV Wünsdorf 1910 (18:12) ganze fünf Punkte. Insofern war dieser Sieg für die Schlaubetaler insofern enorm wichtig, da auch die Gubener die Möglichkeit hatten, mit einem Auswärtssieg bis auf zwei Punkte an die HSG heran zu kommen.
Dass sich beide Mannschaften der Wichtigkeit dieses Spiels bewusst waren, merkte man diesen über das gesamte Spiel auch an. Denn von Beginn an kämpften beide Vertretungen verbissen um jedes Tor, so dass sich eine über weite Teile spannende Partie entwickelte, die jedoch mehr vom Kampf, denn von spielerischer Klasse geprägt war. Für die Gastgeber begann dieses Spiel zunächst vielversprechend, denn bis zur 6. Minute konnte man mit 5:3 in Führung gehen. Allerdings merkte man den Gastgebern bereits hier eine gewisse Nervosität insbesondere in der Angriffsgestaltung an. Denn beim Stand von 4:3 wollte man eine Zeitstrafe der Gäste zu einem Führungsausbau nutzen, konnte aber nur einen Treffer erzielen, weil einzelne Akteure im Angriff zu eigensinnig agierten. Statt die Nebenleute frei zu spielen, versuchte man es mit der „Brechstange“, sprich unplatzierten Gewaltwürfen. Die Quittung folgte dann auch prompt, da die Gubener bis zur 11. Minute vier Treffer in Serie erzielten und nun ihrerseits mit 5:7 in Führung gingen. Als den Gästen in der 19. Minute sogar das 7:10 gelang, drohte den Gastgebern das Spiel zu entgleiten. Doch nun war auf Seiten der HSG der Kampfeswille ebenfalls entfacht und Marc Eschenbach konnte kurz vor der Halbzeit für sein Team auf ein Tor zum 12:13 verkürzen.
Nach diesem Spielverlauf forderte HSG- Trainer Michael Stalla von seiner Mannschaft vor allem mehr spielerische Elemente im Angriff und mehr Konzentration beim Torwurf.
Das versuchte die Mannschaft dann in der zweiten Hälfte auch umzusetzen. In der 35. Minute gelang Tobias Hallert der Ausgleich zum 14:14 und anschließend erhöhten Przemislaw Tolyz und Matthias Stalla auf 16:14. Nach dem Anschlusstreffer der Gubener zum 16:15 kam es dann jedoch zu der vermutlich spielentscheidenden Phase in diesem Spiel. Tobias Hallert und Bernt Kratkey erhöhten mit 2 Treffern auf 18:15. Das veranlasste den Gästetrainer zu einer Auszeit, was aber erstmal nicht fruchtete, da Bernt Kratkey in der 41. Minute auf 4 Tore zum 19:15 erhöhte. Doch die Gubener gaben sich keineswegs geschlagen. Nachdem Marcel Jüterbock in der 44. Minute das 21:17 erzielt hatte, leisteten sich die Gastgeber bis zur 49. Minute erneut einige Leichtsinnsfehler, so dass die Chemiker mit drei Treffern nacheinander wieder bis auf ein Tor zum 20:19 verkürzen konnten. Allerdings hatte diese Aufholjagd der Gäste viel Kraft gekostet und die HSG konnte in der Endphase ihre konditionellen Vorteile ausspielen, so dass vor allem Normen Ermling unter anderem drei Kontertore erzielen konnte. Als Marcel Jüterbock eine Minute vor dem Abpfiff zum 27:23 einnetzte, war die Partie endgültig für die Gastgeber gelaufen. Den tapferen Gästen gelang lediglich noch Treffer zum Endstand von 27:24.
Damit verschaffte sich das HSG- Team einen 4 Punkte Vorsprung auf Guben und dürfte die Chemiker damit wohl aus allen Medaillenträumen gerissen haben. Auf die Schlaubetaler kommt jetzt aber ein Restprogramm zu, das es in sich hat. Nach dem Spiel in Finsterwalde muss die Mannschaft am 14.04.2018 beim punktgleichen 4. In Lübbenau antreten, empfängt dann im letzten Heimspiel der Saison am 22.04.2018 den HV Luckenwalde 09 und reist dann im letzten Spiel am 28.04.2018 zum derzeitigen 5. nach Wünsdorf. Zu den Chancen im Rennen um die Medaillen äußerte sich HSG- Trainer Michael Stalla: „Wir lassen uns von den Rechenspielen in der Tabelle nicht kirre machen, sondern denken immer nur an das nächste Spiel. Und das wollen wir immer für uns entscheiden. Dann werden wir am Ende sehen, was für uns dabei herauskommt. Was die anderen machen, können wir außerhalb unserer Spiele eh nicht beeinflussen.“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jacub Wamka, Florian Voß, Danny Hugler
Feld: Tobias Hallert 3, Marcel Jüterbock 3, Matthias Stalla 3, Przemyslaw Tolyz 4, Marc Eschenbach 3, Bernt Kratkey 3, David Krüger 1/1, Normen Ermling 7/2, Frank Firniß
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock
Physiotherapeutin: Caroline Hallert
Schiedsrichter: Schulz, Heiko/Hoffmann, DirkZeitstrafen: HSG 2, SV Chemie 3 7-Meter: HSG 5/3 , SV Chemie 3/3