HSG Schlaubetal Odervorland

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19. Spieltag - 14.04.18 - TSG Lübbenau 63 II - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer – Verbandsliga Süd

Kämpferisch starker Auftritt gegen Lübbenau nicht

TSG Lübbenau 63 II - HSG Schlaubetal-Odervorland 32:31 (16:13)
von W. Hohmann

Im Spitzenspiel der Verbandsliga Süd unterlagen die Männer der HSG Schlaubetal-Odervorland beim Tabellendritten TSG Lübbenau 63 II knapp mit einem Tor 32:31. Insgesamt war es speziell in der 2. Halbzeit bis zum Abpfiff ein starker Auftritt der Schlaubetaler, die praktisch mit der Schlusssirene den 32. Treffer durch Tobias Hallert erzielten, der jedoch von den Schiedsrichtern nicht anerkannt wurde.
Dabei waren die Voraussetzungen für dieses Spiel auf Seiten der Schlaubetaler nicht gerade die besten. Denn Trainer Michael Stalla fehlten mit Felix Preiss, Matthias Stalla, David Krüger, Florian Lusansky und Torhüter Florian Voß gleich fünf Spieler. Das hatte natürlich bezogen auf die ersten Beiden entscheidenden Auswirkungen speziell im Angriff, aber auch der körperlichen Präsenz in der Abwehr. Dennoch hatten sich die Gäste sich für dieses Spiel einiges vorgenommen.
In der ersten Halbzeit ließ Trainer Michael Stalla seine Mannschaft mit einer offensiven 5:1 Deckung agieren, um den Spielmacher der Lübbenauer weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang eigentlich ganz gut, ging aber speziell in den ersten knapp 15 Minuten zu Lasten der Zuordnung in der Abwehr. Hier fehlte in einigen Situationen die Abstimmung untereinander. Das hatte zur Folge, dass sich die Spreewälder bis zur 14. Minute auf 8:3 absetzen konnten. Doch davon ließen die Schlaubetaler sich nicht beeindrucken. Durch drei Treffer von Marc Eschenbach sowie einem von Normen Ermling kämpften sich die Müllroser bis auf ein Tor zum 8:7 heran. Als Tobias Hallert in der 17. Minute den 9:9 Ausgleich erzielte, war die Partie wieder völlig offen. In der Endphase der 1. Halbzeit konnten sich die Gastgeber vor allem durch zwei Treffer von Routinier Christoph Wilde auf erneut auf drei Tore zum 16:13 absetzen.
In der Halbzeitpause stellte Trainer Michael Stalla seine Mannschaft auf eine defensivere 6:0 Formation um. Damit sollten die Räume enger gemacht und insgesamt eine größere Stabilität bewirkt werden.
Zunächst zeigte diese taktische Umstellung noch keine entscheidende Wirkung, den bis zum Zwischenstand von 19:14 in der 36. Minute konnten sich die Gastgeber wieder auf fünf Tore absetzen. Doch auch davon ließen sich die Müllroser nicht beeindrucken. Denn bis zur 48. Minute kämpfte sich die Mannschaft wieder auf ein Tor zum 25:24 heran und in der 52. Minute konnte Marc Eschenbach den Ausgleichstreffer zum 26:26 erzielen. Und das, obwohl die Müllroser in der 42. Minute gleich zwei Zeitstrafen kassierten und nur noch mit vier Feldspielern auf der „Platte“ standen. Die verbleibenden 8 Minuten waren dann auch nichts für schwache Nerven. Nachdem die Gastgeber sich bis zur 59. Minute auf 2 Tore absetzten, glich die HSG durch 2 Treffer von Normen Ermling erneut zum 30:30 aus. Nachdem der mit 12 Treffern erfolgreichste Werfer der TSG Christoph Wilde das 31:30 erzielte, war es erneut Normen Ermling, der 23 Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich zum 31:31 erzielten. Im Gegenzug traf Tobias Werban dann für die Spreewälder zum Spiel entscheiden 32:31. Nachdem die Schiedsrichter den Treffer von Tobias Hallert zum 32:32 Ausgleich aberkannten, haderte HSG- Trainer nach dem Abpfiff mit dieser Entscheidung. „Eigentlich hätte es nach meinem Kenntnisstand entsprechend den neuen Regeln wegen Spielverzögerung eine rote Karte gegen die TSG und Siebenmeter für uns geben müssen. Daran möchte ich diese knappe Niederlage jedoch nicht festmachen. Am Ende war es die Summe vieler kleiner Unzulänglichkeiten in unserem Spiel, die uns letztlich das Remis oder gar den Sieg gekostet haben. Damit meine ich vor allem kleinere Fehler bei der Zuordnung in der Abwehr, die eine oder andere nicht genutzte Chance im Angriff und ähnliche Dinge. Dennoch muss ich der Mannschaft in Anbetracht der vielen Ausfälle ein großes Kompliment für die starke kämpferische Leistung machen.“ Dem kann man nur zustimmen, zumal Marc Eschenbach mit insgesamt 13 Treffern der erfolgreichste Werfer der Schlaubetaler war.



HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jacub Wamka, Danny Hugler
Feld: Tobias Hallert 5, Marcel Jüterbock 1, Przemyslaw Tolyz, Bernt Kratkey 1, Marc Eschenbach 13/1, Pascal Hötzel 1, Normen Ermling 8, Frank Firniß 2
Trainer: Michael StallaMannschaftsverantw.: Jens Jüterbock, David Krüger
Physiotherapeutin: Caroline Hallert
Schiedsrichter: Fiebrantz, Glen/ Schrell, TobiasZeitstrafen: TSG 2, HSG 6 7-Meter: TSG 4/4, HSG 2/1