HSG Schlaubetal Odervorland

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09. Spieltag - 16.12.17 - SSV RW Friedland - HSG

Verbandsliga Süd Frauen

Handballderby gegen Friedland eindeutig verloren

SSV Rot-Weiß Friedland -HSG Schlaubetal-Odervorland 33 : 13 ( 14 :6)
Von Gerd Kupsch

Die HSG aus Müllrose war eigentlich als Favorit in dieses Derby gestartet. Schließlich war man bis dahin Tabellendritter. Die Trainer hatten aber gewarnt, dass auch solche Spiele keine Selbstläufer sind. Und dann kamen auch noch Aufstellungssorgen hinzu. Aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten mit Luisa Lehmann, Nora Reinhardt und Lea-Sue Panzer drei Leistungsträger. Anne Palwitz musste zudem ,,angeschlagen'' ins Spiel gehen. Damit fiel praktisch die komplette Rückraumachse der HSG aus. Über Kampf und Spiel sollte deshalb versucht werden, dies alles zu kompensieren.
Es sollte jedoch ganz anders kommen. Friedland legte los wie die Feuerwehr. Nach 9 Minuten stand es bereits 5:0. Nach 7:1 nahm die HSG eine Auszeit, um vielleicht etwas anderes zu bewirken. Die Deckungsarbeit gegen den Rückraum des Gegners funktionierte so gut wie gar nicht. Die mit insgesamt 11 Treffern erfolgreichste Friedländer Torschützin Marilyn Mochow hatte hier bereits 5 Tore erzielt. Hinzu kam, dass Friedland kaum eine effektive Angriffsentwicklung der Schlaubetalerinnen zuließ. Es wurden einfach nicht die Mittel gefunden, die offensiv agierenden Gegner auszuspielen.
Und wenn man einmal durch war, wurde die sehr gut haltende Torfrau der Heimmannschaft fast „berühmt'' geworfen. Fast alle Spielerinnen der HSG- Mannschaft waren an dieser unbefriedigenden Deckungsarbeit und Angriffsgestaltung beteiligt. Nur Marianne Schulz im Tor des HSG- Teams hat zu dieser Zeit eigentlich noch Schlimmeres verhindert. Die gesamte HSG- Mannschaft war gegenüber den vorherigen Spielen kaum wiederzuerkennen. So brauchte man sich über den Halbzeitstand von 14:6 nicht mehr wundern.
In der Kabine wurden alle nochmals aufgemuntert, sich nicht so vorführen zu lassen.
Dies schien zunächst auch Wirkung zu zeigen. Der Vorsprung der Friedländer wuchs jetzt erst einmal nicht so schnell weiter an (35. Minute 17:8). Anteil hatte daran jetzt auch Anne Palwitz mit 3 Treffern. Ebenfalls bot Anika Weber nun ein viel besseres Spiel, die insgesamt 7 Treffer erzielen konnte. Lobend erwähnt werden muss Sara Lee Schirdewahn. Für ihr erstes Spiel bei den Frauen hat sie eine recht ordentliche Leistung gezeigt. Auch Katarina Niemack als Wiedereinsteiger im Tor hat einen recht ordentlichen Einstand gehabt. Aber das half nun alles nichts mehr. Mit zunehmender Spieldauer ließen auch die Kräfte nach. Der Gegner hatte einfach auch die besser besetzte Wechselbank. Über 23:9, 28:10 und 30:12 kam es letztlich zum Entstand von 33:13.
HSG- Trainer Peter Palwitz, der die verhinderte Ute Wagner vertrat, äußerte nach dem Spiel: „So, was ist passiert? Unsere Mannschaft hat gegen einen weitaus besseren Gegner eine ganz derbe Niederlage einstecken müssen. Aber so etwas kommt im Sport vor. Entscheidend ist doch jetzt, dass man das als Team ,, wegstecken'' können muss. Aus jeder Niederlage kann und muss man auch lernen. Und wenn dann noch jede Spielerin die eigenen Schlussfolgerungen zieht, wird das nächste Spiel wieder ganz anders aussehen. Also Kopf hoch und jetzt erst recht!“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Marianne Schulz, Katarina Niemack
Spielerinnen: Sara Lee Schirdewahn; Carolin Vogel; Caroline Hallert (2/0); Viktoria Lampe; Anika Weber (5); Lysianne Kersten (1); Jasmin Henkelmann; Jenny Hale; Anne
Palwitz (3/1)
Trainer: Peter Palwitz
Co-Trainer: Gerd Kupsch
Betreuer: Melanie Dahms
Physiotherapeutin: Mandy Kaczmarek
Schiedsrichter: Michael Strätz/Michael Rochlitz
7m: Heim 5/3, Gast 3/1
Zeitstrafen: Heim 2, Gast 2