HSG Schlaubetal Odervorland

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10. Spieltag - 13.01.17

Verbandsliga Süd Frauen

Spiel binnen vier Minuten aus der Hand gegeben

TSG Lübbenau 63 - HSG Schlaubetal-Odervorland 23:18 (09:10)
von W. Hohmann

Am Samstag traten die Schlaubetaler Frauen zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSG Lübbenau an. In Vorbereitung auf dieses Spiel hatte man sich bei einem gemeinsamen Trainingslager mit der A- Jugend noch einmal in eine positive Stimmung für die Rückrunde gebracht. Und die war durchaus auch angebracht, da man gegen die Spreewälderinnen bereits in der Hinrunde mit gerade einmal 23:25 überraschend knapp verloren hatte. Entsprechend motiviert ging man dann auch dieses Spiel an, obwohl man auf die aus gesundheitlichen Gründen fehlende bisher beste Torschützin Caroline Hallert verzichten musste.
Speziell in der 1. Halbzeit spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe und lieferten sich ein völlig ausgeglichenes Duell. Zum Beginn der Partie agierten beide Mannschaften noch etwas nervös. Erst nach zwei Minuten konnte Luisa Lehmann per Siebenmeter den 1. Treffer des Spiels zur Führung für die Schlaubetalerinnen erzielen. Danach wurde auf beiden Seiten um jedes Tor gerungen und beide Teams schenkten sich in Abwehr und Angriff nichts. Mal lagen die Gastgeberinnen vorn, dann wieder die Schlaubetalerinnen. Ab mehr als eine 1-Tore-Führung gelang keiner Mannschaft. Das verdeutlichen auch die Spielstände von 2:2, 5:5 und 7:7 bis hin zum 9:9 in der 28. Minute. Eine Minute vor dem Pausenpfiff gelang Nora Reinhardt dann der Führungstreffer zum 9:10 Pausenstand. Bis zu diesem Zeitpunkt präsentierten sich die HSG- Frauen als ein geschlossenes Team. In der Abwehr wurde gut verschoben, sich gegenseitig angefeuert und auch die Angriffe wurden meist geduldig ausgespielt.
Von daher lobten die Trainer in der Halbzeitpause vor allem auch die mannschaftliche Geschlossenheit und forderten dazu auf, diese Konzentration auch in der zweiten Halbzeit beizubehalten.
Leider konnte die Mannschaft das in den zweiten dreißig Minuten des Spiels dann nicht mehr so umsetzen. Die Lübbenauerinnen überraschten die HSG- Frauen zunächst damit, dass sie in der Abwehr deutlich offensiver agierter. Damit fehlten den HSG- Frauen dann die Räume für einen ruhigen Spielaufbau. Zunächst verlief das Spiel bis zum 13:12 in der 42. Minute weiterhin ausgeglichen. Doch dann konnten sich die Spreewälderinnen bis zur 45. Minute erstmals auf drei Tore zum 15:12 etwas absetzen. Als Luisa Lehmann in der 45. Minute auf 15:13 verkürzte, war man eigentlich wieder in der Spur. Doch dann folgten vier Minuten, in denen man sich mehr oder weniger selbst aus dem Spiel nahm. Die durch die offensive Deckung der Lübbenauerinnen nunmehr fehlenden Räume führten bei den HSG- Frauen zu Fehlabspielen, technischen Fehlern und überhasteten und unplatzierten Torwürfen. Auch wurden die von den Trainern auf der Bank geforderten Maßnahmen im Angriffsspiel nicht mehr umgesetzt, sondern mit uneffektiven Einzelaktionen der Erfolg gesucht. Die Folge war, dass den Lübbenauerinnen bis zur 49. Minute vier Treffer in Folge zum 19:13 Führungsausbau gelangen. Damit hatte sich das HSG- Team binnen vier Minuten praktisch selbst aus dem Spiel genommen und verlor am Ende mit 23:18. Eine Niederlage, die so nicht nötig gewesen wäre. Denn neben den unplatzierten Torwürfen vergab man auch noch drei Siebenmeter und spielte dreimal mehr in Überzahl, als der Gegner.
So sah es auch Co- Trainer Peter Palwitz nach dem Spiel: „Es ist mit Sicherheit keine Schande, beim Tabellendritten auch in dieser Höhe zu verlieren. Aber diese Niederlage war von unserer Mannschaft „hausgemacht“. Einfach deshalb, weil man sich speziell ab Mitte der 2. Hälfte nicht mehr als Team präsentierte, sondern bereits auf der Bank damit begann, Fehler bei den Mitspielerinnen zu suchen, Ein- oder Auswechslungen zu kommentieren und vor allem Anweisungen der Trainer nicht mehr umzusetzen. Das ist insofern schade, weil das in der 1. Halbzeit noch ganz anders aussah, wo man sich gegenseitig anfeuerte und aufmunterte.“



HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Marianne Schulz, Katarina Niemack
Spielerinnen: Lea-Sue Panzer (2/1); Carolin Vogel; Viktoria Lampe (1); Lysianne Kersten; Jasmin Henkelmann (1); Luisa Lehmann (7/3); Anika Weber (4); Jenny Hale; Anne Palwitz (1); Nora Reinhardt (2)
Trainer: Ute Wagner; Peter Palwitz
Betreuer: Gerd Kupsch
Physiotherapeutin: Caroline Hallert
Schiedsrichter: Stallknecht, Klaus/Büchner, Peter
7m: Heim 3/3, Gast 7/4
Zeitstrafen: Heim 5 (2x rote Karte), Gast 2