HSG Schlaubetal Odervorland

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12. Spieltag - 27.01.17 - ESV 94 - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland – Frauen – Verbandsliga Süd

Spiel verloren, aber sich nicht aufgegeben

Elsterwerdaer SV 94 – HSG Schlaubetal-Odervorland 28:23 (15:12)
Von Gerd Kupsch

Die Vorbereitung für dieses Auswärtsspiel verlief alles andere als optimal. Den ohnehin schon kleinen Kader hatte es noch mehr dezimiert. Am Mittwoch hieß es noch: „Wir können nur mit 5 Feldspielerinnen fahren.“ Nach guter Trainingsbeteiligung am Freitag und Überzeugungsarbeit der Trainer dann die Entscheidung der Mannschaft: „Wir fahren mit sieben Feldspielerinnen und einer Torfrau.“ Das alles unter dem Motto: „Eine Spielabsage kommt nicht in Frage – Jetzt erst recht!“ Hut ab vor dieser Einstellung, zumal feststand, dass Lea Sue Panzer und Jasmin Henkelmann an alten Verletzungen litten und sich trotzdem in den Dienst der Mannschaft stellten. Von daher waren ein gutes Spielverhalten und Kampf angesagt, zumal der Gegner eine volle Wechselbank hatte.
Das Spiel begann für die HSG erfolgversprechend, denn man konnte schnell mit 0:2 in Führung gehen. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 8. Minute stand es 3:3 und nach 13 Minuten die erste Führung für die Gastgeberinnen zum 7:6. Aber das HSG- Team kämpfte unverdrossen weiter und hielt bis zum 12:10 in der 24. Minute weiter den Anschluss. Leider zog sich jetzt Viktoria Lampe eine starke Prellung zu, was das „HSG- Lazarett“ auf drei Spielerinnen anwachsen ließ. Bis zum Halbzeitstand von 15:12 fiel das aber noch nicht weiter auf. Ganz im Gegenteil hätte man bei Nutzung aller Chancen sogar eine Führung erzielen können.
Die folgende Kabinenansprache fiel dann dementsprechend optimistisch aus. Jeder sollte und wollte für den anderen kämpfen. Es kam jedoch ganz anders.
Bis zur 37. Minute warfen die Gastgeberinnen 7 Tore am Stück und bauten ihre Führung auf 22:12 aus. Im Angriff der HSG lief Garnichts mehr zusammen und auch die bis dahin starke HSG- Deckung war nun auch überfordert. Das Rückzugsverhalten stimmte nun überhaupt nicht mehr und die bis dahin gut haltende Katarina Niemack im HSG- Tor war bei den zahlreichen freien Würfen der Gastgeberinnen chancenlos. Jetzt musste eine Auszeit Abhilfe schaffen. Auch wenn der „freie“ Platz auf der HSG- Auswechselbank immer begehrter wurde, das HSG- Team fing sich langsam wieder und hielt den Abstand zunächst konstant bei zehn Toren und holte bis zum 28:21 in der 56. Minute sogar wieder auf. Nicht nur wegen ihrer geworfenen 11 Tore, sondern auch wegen der mannschaftsdienlichen Spielweise übernahm Luisa Lehmann dabei die Führungsrolle im Team. Und auch Anika Weber wurde immer stärker. Jetzt bekamen auch die Gastgeberinnen Probleme. Ab der 49. Minute gelang ihnen kein Treffer mehr. Bis zum Abpfiff konnte das HSG- Team noch auf 5 Tore verkürzen. Und wer weiß, wie das Ganze noch ausgegangen wäre. Aber der HSG lief einfach die Zeit davon, so dass man sich am Ende 28:23 geschlagen geben musste.
Mit dem Resultat musste man aus Sicht der HSG und in Anbetracht der Umstände zufrieden sein. Nachdem Spielerinnen und Trainerteam gleich auf der „Platte“ einen Schlusskreis gebildet hatten, war man sich einig, es beim nächsten Mal noch besser zu machen.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Katarina Niemack
Feldspieler: Lea Panzer (1); Viktoria Lampe (1); Lysianne Kersten; Jasmin Henkelmann (1); Luisa Lehmann (11/4); Anne Palwitz (4); Anika Weber (5)
Trainer: Ute Wagner; Peter Palwitz
Betreuer: Gerd Kupsch
Schiedsrichter: Frind, Jürgen/ Witczak, Dieter
7m: ESV 4/3, HSG 5/4
Zeitstrafen: ESV 1, HSG 2