Brandenburgliga Männer

HSG Schlaubetal "spielt" Finsterwalde zum Sieg

BSV Grün-Weiß Finsterwalde - HSG Schlaubetal 31:25 (13:13)
Von W. Hohmann

Auch wenn man es kaum glauben mag, in diesem Spiel waren für das HSG- Team wiederum zwei Punkte, zumindest aber ein Unentschieden möglich.
Dabei begann die Partie für die Schlaubetaler alles andere als Erfolg versprechend. Die Gastgeber begannen wie die Feuerwehr und lagen nach wenigen Minuten bereits mit 5:1 in Führung. Dagegen schienen die HSG- Spieler sich noch im „kollektiven Tiefschlaf“ zu befinden. Wer von den Zuschauern nun glaubte, dass ihre Mannschaft leichtes Spiel haben würde, musste sich jedoch eines Besseren belehren lassen. Denn nach diesem Rückstand begannen die Müllroser plötzlich an Handball zu spielen und kämpften sich mit vier Treffern in Folge auf 5:6 heran. In der Folgezeit war das HSG- Team sogar spielbestimmend und konnte sich bis kurz vor der Halbzeit eine 10:12 Führung erspielen. Statt die spielerischen Vorteile zum Führungsausbau zu nutzen, brachten leichtfertige Ballverluste die Gastgeber wieder ins Spiel, die dann auch mit einem 13:13 in die Halbzeit gehen konnten.
Dementsprechend war dann auch die „Halbzeitansprache“ von Trainer Olaf Ermling. Dieser forderte von seinen Spielern unbedingte Einsatzbereitschaft und Konzentration bis zur letzten Minute sowie die Einhaltung und Umsetzung der taktischen Linie.
Aber gleich der 1. Angriff nach der Pause führte wiederum zu einem leichtfertigen Ballverlust, den Finsterwalde mit einem Konter zur 16:15 Führung nutzte. In der Folge verlief die Partie bis zuim 17:16 völlig ausgeglichen. Nachdem die Gastgeber auf 18:16 erhöhen konnten, verlor die Mannschaft in der Folge gänzlich die spielerische Linie. Diverse einfache technische Fehler und unvorbereitete und meist auch unplatzierte Torwürfe führten wiederholt zu zu einfachen Ballverlusten. Diese nutzte der Gastgeber dann zu meist einfachen Kontertoren und baute seine Führung über die Stationen 19:16, 22:17 und 28:22 kontinuierlich aus. Der Frust auf der Schlaubetaler Bank über diese zum wiederholten male undisziplinierte Spielweise und die Nichteinhaltung der vorgegebenen spielerischen Linie war nicht nur spürbar sondern auch sichtbar, als der völlig entnervte Mannschaftsbetreuer Jens Jüterbock die Bank verließ. Denn auch in den vorangegangenen Spielen war die Mannschaft ihren Kontrahenten über weite Strecken ebenbürtig, wenn nicht gar spielerisch überlegen, machte die Gegner dann aber durch eine Vielzahl von eigenen Fehlern speziell in den Endphasen wieder stark und verlor dann letztlich wichtige Punkte. Das betrifft aber nicht unbedingt die Jüngsten der Mannschaft, sondern vor allem die sogenannten „Leistungsträger“. Auch wenn es angesichts der deutlichen Niederlage seltsam erscheinen mag, aber auch in diesem Spiel war wesentlich mehr drin. Wichtig ist nur, dass dies von den Spielern nicht nur erkannt, sondern vor allem auch abgestellt wird. Und zwar im Interesse der gesamten Mannschaft. Geschieht das nicht, sind ernsthafte Konflikte mit dem Trainer vorprogrammiert, der sicher nicht tatenlos zusehen wird, wenn einzelne Spieler durch undiszipliniertes Verhalten den Erfolg des gesamten Teams gefährden und wichtige Punkte förmlich „verschenken“. Da wird sich die Mannschaft jedoch selbst heraus kämpfen müssen.
Man darf sicher gespannt sein, wie die Mannschaft sich dann im Spiel gegen den Tabellenführer aus Werder am kommenden Samstag präsentieren wird.

Tor: Marco Schwadtke, Florian Kubusch
Feld: Michael Schmidt 5/1; Matthias Stalla 5; Tobias Hallert 1; Norman Szymanowsk; Marc Eschenbach 2; Normen Ermling 7; Tobias Hötzel 2; Daniel Heine 1; Pascal Hötzel; Matthias Gliese 1; David Schaffranke 1
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Mannschaftsarzt: Dr. med. Eckart Krüger
Schiedsrichter:: Woite/Witczak – Calau
7-Meter: BSV 3/3, HSG 1/1
Zeitstrafen: beide je 5