Brandenburgliga Männer

HSG Schlaubetal mit Disziplin und Kampfgeist zum 1

SV B.-W. Wusterwitz - HSG Schlaubetal 26:28 (15:11)
Von W. Hohmann

Mit einer recht dünnen Spielerdecke (siehe Aufstellung) musste die 1. Männermannschaft in Wusterwitz an den Start gehen. Sie erwarteten eine „heiße Atmosphäre“ bei den bekanntermaßen heimstarken Wusterwitzern, hatten sich aber fest vorgenommen, möglichst den ersten Auswärtssieg zu holen.
Dementsprechend konzentriert ging die Mannschaft in dieses Spiel und legte von Beginn an eine starke kämpferische Einstellung an den Tag. Bis zur 25. Minute verlief die insgesamt äußerst fair geführte Partie völlig ausgeglichen. Über die Spielstände 4:4. 6:4, 7:7 und 10:10 gab es ständig wechselnde Führungen bzw. Gleichstände. In dieser Phase gelang es jedoch keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Erst in den letzten fünf Minuten verloren die Schlaubetaler etwas ihre spielerische Linie. Im Spielaufbau leistete sich die Mannschaft mehrere einfache Fehler, die seitens der Gastgeber konsequent zu einfachen Kontertoren genutzt wurden. Dadurch konnten sich die Gastgeber eine 15:11 Halbzeitführung erspielen.
In der Pause wurde der Spielverlauf sachlich analysiert und einige taktische Umstellungen vorgenommen.
Insbesondere verordnete der Trainer eine offensive Deckung gegen den Wusterwitzer Spielmacher Pfeil. Dies zeigte gerade zu Beginn auch Wirkung, so dass nach einigen Ballgewinnen der Rückstand bereits in der 35. Minute auf zwei Tore verkürzt werden konnte.
In der Folge entwickelte sich eine von beiden Seiten kampfstark geführte Partie, die bis zur 47. Minute vollkommen ausgeglichen verlief. Als den Schlaubetalern in der 48. Minute der Ausgleich zum 22:22 gelang, war die Schar der mitgereisten HSG- Fans völlig „aus dem Häuschen“. Die Endphase des Spiels war dann ein wahrer „Handballkrimi“, der Spielern und Offiziellen beider Mannschaften sichtlich „an die Nerven“ ging. Denn als die Schlaubetaler kurz danach mit 24:25 in Führung gingen, dachten auf Seiten der HSG sicherlich einige daran, dass die Mannschaft in vielen der letzten Spiele mögliche Siege aus der Hand gegeben hatten. Dies trat diesmal jedoch nicht ein. Mit einem enormen kämpferischen Willen bekamen die HSG- Spieler mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das Spiel immer besser in den Griff. Gerade in der Endphase nutzten sie ihre athletischen- und Schnelligkeitsvorteile aus, um sich eine 2- Tore- Führung zu erspielen. Diese wurde dann bis zum Schluss auch mit „Mann und Maus“ verteidigt, so dass am Ende ein zwar schwer erkämpfter, letztlich aber auch verdienter erster Auswärtssieg zu Buche stand.
Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Gastgeber trotz nachlassender Kräfte in der Endphase nicht zu unfairen Mitteln griffen und dass sich auch das Schiedsrichtergespann Gerigk/Kalusche aus Altlandsberg von der kämpferischen Atmosphäre nicht anstecken ließ, sondern sich durch eine sachliche Spielleitung auszeichnete.

Tor: Marco Schwadtke, Florian Kubusch
Feld: Michael Schmidt 7; Matthias Stalla 5; Tobias Hallert n.E; Norman Szymanowsk; Marc Eschenbach 5; Normen Ermling 4; Tobias Hötzel; Daniel Heine 6/3; Pascal Hötzel 1; Matthias Gliese n.E.
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Physiotherapeutin: Doreen Heuseler
Schiedsrichter:: Gerigk/Kalusche - Altlandsberg
7-Meter: Wusterwitz 7/5, HSG 4/3
Zeitstrafen: Wusterwitz 3, HSG 2