Brandenburgliga Männer

Spielerische Überlegenheit in Punktgewinn umgesetz

HSG Schlaubetal – HC Bad Liebenwerda 37:31 (17:12)
Von W. Hohmann

In diesem Spiel trafen zwei Mannschaften aufeinander, deren Saisonziel im Klassenerhalt besteht. Davon ausgehend stand für die Mannschaft von Trainer Olaf Ermling nichts anderes als ein Doppelpunktgewinn zur Debatte. Unterstrichen wurde diese Konstellation auch dadurch, dass die Gäste aus Bad Liebenwerda mit insgesamt nur 9 Spielern anreisten, was natürlich auch die taktischen Möglichkeiten der Gäste mit nur zwei Auswechselmöglichkeiten erheblich einschränkte. Im Gegensatz dazu konnten die Gastgeber mit einer voll besetzten Auswechselbank aufwarten und die Devise lautete offenbar, den Gegner permanent unter Druck zu setzen und durch schnelle Kombinationen in der zweiten Halbzeit die zu erwartenden konditionellen Vorteile ausspielen zu können.
Die Mannschaft hat diese „Marschroute“ dann auch über weite Teile des Spiels gut umgesetzt. Zusätzlich motivierend wirkte dabei sicher auch, dass vor dem Spiel mit der Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree Müllrose sowie dem Spieltagssponsor Bäckerei Dreißig aus Guben zwei weitere Sponsoren vorgestellt wurden.
Von Beginn an wirkten die Gastgeber äußerst konzentriert. Bereits in der Deckung wurde konzentriert gearbeitet und den Gästen nur wenige Tormöglichkeiten gestattet. Daraus resultierten mehrfach Ballgewinne, die durch ein konzentriertes Spiel nach vorn auch konsequent zu eigenen Treffern genutzt wurden. Nach dem Ausgleich zum 1:1 in der 3. Minute gelangen den Gastgebern sehr zur Freude der wiederum zahlreichen Zuschauer in der „Schlaubetal-Halle“ fünf Treffer in Folge zu einer beruhigenden 6:1- Führung. Diese wurde in der Folge über die Stationen 8:2 und 11:4 bis auf 14:5 Mitte der ersten Halbzeit kontinuierlich ausgebaut. Damit schien das Spiel praktisch bereits entschieden, zumal die Gastgeber ihrem Kontrahenten in allen Belangen deutlich überlegen waren. Doch urplötzlich kam bei den Gastgebern „Sand ins Getriebe“. Fehlabspiele, unplatzierte Torwürfe sowie ein zu „lasches“ Abwehrverhalten führten dazu, dass den Gastgebern in dieser Phase bei sieben Angriffen kein einziger Treffer mehr gelang, während die Gäste Tor um Tor aufholten und bis auf 14.10 verkürzen konnten. Hier bekam die Deckung der Schlaubetaler vor allem den mit 15 Treffern erfolgreichsten Torschützen der Kurstädter Julius Schindler nicht in den Griff.
Zum Ende der 1. Halbzeit agierten die Gastgeber dann wieder konzentrierter und bauten ihren Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 17:12 aus.
Die zweite Halbzeit nahm dann einen ähnlichen Verlauf. Nachdem die Gäste auf 17:13 verkürzt hatten, gelang ihnen in der Folge beim Stand von 18:13 bei vier Angriffen nur noch ein Treffer. Dagegen nutzten die Gastgeber ihre Ballgewinne mit zumeist schnell vorgetragenen Angriffen zum Ausbau der Führung auf 21:14. Damit schien das Spiel nunmehr endgültig entschieden. Danach folgte dann auf Seiten der Gastgeber wieder eine Phase, in der sowohl in der Deckung als auch im Angriff die Konzentration stark nachließ. In der Deckung öffnete man dem Gegner „Tür und Tor“ und im Angriff wurden selbst beste Einwurfmöglichkeiten zum Teil kläglich vergeben. Das Gästeteam dagegen zeigte sich trotz der personellen Nachteile weit kämpferischer und holte Tor um Tor auf. Beim Stand von 28:26 war das Spiel dann wieder völlig offen. Danach besannen sich die Gastgeber dann wieder auf ihre spielerischen Mittel, so dass den Gästen bis zum Spielende nur noch fünf Tore gelangen, während die Gastgeber ihren Vorsprung bis zum Endstand von 37:31 wieder ausbauen konnten.
Am Ende konnten die Kurstädter mit diesem Resultat mehr als zufrieden sein. Denn gemessen an der spielerischen Überlegenheit sowie den herausgespielten Chancen der Gastgeber hätte das Spiel durchaus auch mit 15 Toren Unterschied ausgehen können.

Tor: Marco Schwadtke, Florian Kubusch, Nils-Peter Czaja
Feld: Michael Schmidt 9/1; David Schaffranke, 2, Matthias Stalla 2; Tobias Hallert 2/1; Norman Szymanowski; Marc Eschenbach 3; Normen Ermling 12; Tobias Hötzel 3; Daniel Heine 4; Pascal Hötzel; Matthias Gliese
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Mannschaftsarzt: Dr. Eckart Krüger
Physiotherapeutin: Doreen Heuseler
Schiedsrichter:: Bock/Schween – OHC (sehr gut)
7-Meter: HSG 3/2, HC 6/6
Zeitstrafen: HSG 3, HC 5