Brandenburgliga Männer
Starker Auftritt in Rangsdorf beim Tabellendritten
SV Lok Rangsdorf - HSG Schlaubetal 38:34 (15:19)
Von W. Hohmann
Wieder einmal mussten die Männer der HSG Schlaubetal bei einer der Spitzenmannschafte
Der Liga, dem Tabellendritten SV Lok Rangsdorf antreten. Und wieder einmal zeigte der Aufsteiger eine starke spielerische Leistung, ohne sich dafür am Ende selbst zu belohnen.
Das Spiel begann sehr furios. Nach einem 0:1 Rückstand beherrschten die Schlaubetaler mehr und mehr das Spiel. Sie wandelten diesen Rückstand bis zur 8. Minute in eine 5:8 Führung um und beherrschten auch in der Folge den Gegner souverän. Über die Stationen 6:9, 7:10 und 10:15 konnte bis zum Halbzeitpfiff eine klare 15:19 Führung erspielt werden. Dabei gelangen den Schlaubetalern sehenswerte Spielzüge, die entweder über die Halbpositionen (Matthias Stalla und Normen Ermling) als auch über den Kreis (Daniel Heine) immer wieder erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Zunächst beherrschten die Schlaubetaler weiterhin die Szenerie und konnten ihre Führung behaupten. Dann stellten die Rangsdorfer ihre Deckung auf eine offensive 4:2 Variante um. Vor allem deshalb, um die beiden Halbspieler der HSG Michael Schmidt und Normen Ermling aus dem Spiel zu nehmen und die darüber erfolgreich praktizierten Anspiele an den Kreis zu verhindern. Diese taktische Maßnahme zeigte dann nach ca. 15 Minuten der 2. Halbzeit auch Wirkung. Rangsdorf konnte den Rückstand Tor um Tor verkürzen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Zugleich war bei beiden Mannschaften nach dem bis dahin an den Tag gelegtem hohem Tempo ein Kräfteverschleiß unverkennbar, so dass auf beiden Seiten die Fehlerquote merklich anstieg. In der 47. Minute konnten die Gastgeber erstmals in diesem Spiel zum 30:30 ausgleichen. Bis zum Stand von 34:32 in der 54. Minute erlebten die Zuschauer in der Rangsdorfer Halle einen packenden „Handballkrimi“ mit einem völlig offenen Ausgang. In der Endphase fehlte es der jungen Schlaubetaler Mannschaft dann jedoch an Cleverness, um ihre meist gut eingeleiteten Kombinationen auch konsequent zu Ende zu spielen und ihre Möglichkeiten auch zu einem Punktgewinn zu nutzen. Hier waren die Gastgeber dann wesentlich effektiver, die ihre Möglichkeiten konsequenter nutzten und deshalb dann am Ende auch verdient das Parkett als Sieger verließen.
Dennoch hatten die Schlaubetaler wieder einmal ein tolles Spiel abgeliefert, auch wenn ihnen (noch) die Abgeklärtheit speziell in den Endphasen enger Spiele fehlt, um diese dann auch für sich zu entscheiden. Hieran gilt es im Training weiter hart zu arbeiten und vor allem auch die Torgefährlichkeit der talentierten Spieler wie Marc Eschenbach, Tobias Hallert oder Tobias und Pascal Hötzel zu erhöhen. Dann wird die Mannschaft auch solche Spiele für sich entscheiden können.
Die Zuschauer in Rangsdorf hatten jedenfalls ein überaus unterhaltsames Spiel erlebt. Leider waren die Begleitumstände diesmal nicht so positiv, wie das Spiel selbst. HSG- Trainer Olaf Ermling wurde über die gesamten 60 Minuten speziell von einem sogenannten Rangsdorfer „Fan“ ob seiner Funktion als Präsident des HVB beschimpft und permanent beleidigt, ohne dass der nur einen Meter neben ihm stehende Ordner eingriff. Auch der Aufforderung der Schiedsrichter, dass Glasflaschen in der Halle nichts zu suchen haben wurde nur sporadisch nachgekommen. Solche Verhaltensweisen sollten in allen Handballhallen eigentlich nichts zu suchen haben und die Verantwortlichen in Rangsdorf zum Handeln anregen.
Tor: Marco Schwadtke, Florian Kubusch
Feld: Michael Schmidt 2; David Schaffranke, 2, Matthias Stalla 8; Tobias Hallert; Norman Szymanowski; Marc Eschenbach 6; Normen Ermling 8; Tobias Hötzel; Daniel Heine 10/2; Pascal Hötzel
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Mannschaftsarzt: Dr. Eckart Krüger
Schiedsrichter:: Prokof/Pöhle – Finsterwalde
7-Meter: SV Lok 4/4, HSG 3/2
Zeitstrafen: SV Lok 3, HSG 6 (1xmal Rot Pascal Hötzel in der letzten Spielminute)