Brandenburgliga Männer

Trotz verbesserter Abwehr Niederlage in Wildau

HSV Wildau – HSG Schlaubetal 30:23 (14:10)
Von W. Hohmann

Die Voraussetzungen für dieses Auswärtsspiel in Wildau waren für das Brandenburgliga-Team der HSG Schlaubetal nicht die allerbesten. Neben den Verletzten Michael Schmidt und Marc Eschenbach fehlte auch Stammtorhüter Marco Schwadte. Dafür rückten aus der 2. Männermannschaft Philipp Ermling als Feldspieler sowie Danny Dubrow in das Aufgebot.
Trotz dieser Umstände hatte sich die Mannschaft unter der Woche sehr konzentriert auf dieses Spiel vorbereitet und ging sehr motiviert in dieses Spiel.
Die Partie begann sehr ausgeglichen. Bis zur 17. Minute konnte sich bis zum 7:6 keine Mannschaft absetzen, was vor allem auch daran lag, dass sich das HSG- Team vor allem in der Abwehr wesentlich gefestigter zeigte, als in den vorangegangenen Spielen. Besonders durch die Hereinnahme von Philipp Ermling gewann die Deckung der HSG wesentlich an Stabilität. Dies setzte sich jedoch auf der Torhüterposition leider nicht fort. Hier bekam Keeper Florian Kubusch kaum eine Hand an den Ball und so gut wie jeder Wurf der Wildauer fand auch seinen Weg in das HSG- Gehäuse.
Ab Mitte der ersten Halbzeit verlor die Mannschaft dann jedoch im Angriff zunehmend die taktische Linie. Statt wie bis dahin die Angriffe konzentriert auszuspielen und sich durch schnelle Ballstafetten freie Wurfpositionen zu erspielen, wurde zunehmend die „Brechstange“ ausgepackt und mit zumeist unvorbereiteten Einzelaktionen der Torerfolg gesucht. Die Folge waren meist unplatzierte Torwürfe und eine insgesamt unbefriedigende Torwurfeffektivität. Die dadurch seitens der Wildauer erzielten Ballgewinne führten dann in der Folge auch zu einigen einfachen Gegentoren. Binnen fünf Minuten konnte Wildau dies nutzen, um sich auf 10:6 abzusetzen (22.). Auch die von Trainer Olaf Ermling genommene Auszeit bewirkte keine Änderung im Angriffsspiel der HSG. Die Folge davon war eine Führung der Gastgeber zur Halbzeit mit 14:10.
Auch in der 2. Halbzeit änderte sich am Spielverlauf kaum etwas. Vor allem zum Beginn der 2. Halbzeit zog keine Stabilität in das Angriffsspiel der Gäste ein. Obwohl die Abwehr der HSG weiterhin stabil stand, bekamen beide Torhüter kaum einen Ball zu fassen und fast jeder Wurf der Wildauer war ein Treffer. So konnten die Gastgeber binnen 9 Minuten auf 18:11 erhöhen und damit die Vorentscheidung in diesem Spiel herbei führen. Lediglich von den Außenpositionen konnte Danny Dubrow einige Würfe parieren. Nur zwischen der 47. und 54. Minute fand die Mannschaft zu ihrem gewohnten Spiel und konnte sich wieder etwas heran kämpfen (26:21/54.). Dies reichte jedoch nicht, um das Ruder noch einmal herum zu reißen. Zumal man dann in der Endphase wieder die spielerische Linie verließ und „Gewalt“ den Torerfolg suchte. In dieser Phase konnten sich die Gastgeber dann völlig verdient zum sicheren Spielgewinn auf 30:23 absetzen.
Für das kommende Heimspiel am 25.02.2012 gegen den BSV Grün-Weiß Finsterwalde gilt es für die Mannschaft, vor allem an die gute Deckungsarbeit anzuknüpfen und die Angriffsleistung zwischen der 47. Und 54. Minute als Maßstab für das Angriffsspiel über die gesamten 60 Minuten zu nehmen. Dabei hofft und vertraut die Mannschaft von Trainer Olaf Ermling auch wieder auf die Unterstützung der zahlreichen Zuschauer in der heimischen Schlaubetal-Halle, die ihre Mannschaft sicher wieder enthusiastisch anfeuern werden.

HSG Schlaubetal
Tor: Florian Kubusch; Danny Dubrow
Feld: Dawid Schaffranke (4); Matthias Stalla (3); Robert Heise (4/2); Tobias Hallert (1); Philipp Ermling (3); Norman Szymanowski; Normen Ermling (7); Tobias Hötzel; Daniel Heine (2); Pascal Hötzel
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Mannschaftsarzt: Dr. Eckard Krüger
Schiedsrichter: Argewalt/Schönebeck – SC Trebbin
Zeitstrafen: HSG 2, HSV 2
Siebenmeter: HSG 3/2, HSV 3/0