Brandenburgliga Männer
Taktische Linie nicht konsequent durchgehalten
HV Grün-Weiß Werder – HSG Schlaubetal 36:20 (17:13)
Von W. Hohmann
Am vergangenen Samstag musste die 1. Männermannschaft zum erwartet schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer der Brandenburgliga in Werder antreten. Ausgehend davon, dass der Tabellenführer bisher alle Heimspiele siegreich gestalten konnte, befand sich die Mannschaft von Trainer Olaf Ermling von vornherein in einer krassen Außenseiterrolle. Erschwerend kam noch hinzu, dass durch die Verletzung von Michael Schmidt und der Rotsperre von Matthias Stalla der komplette linke Rückraum fehlte.
Dennoch war man bei den Vorbereitungen auf dieses Spiel sicher, den klaren Favoriten bei Einhaltung der eigenen taktischen Linie zumindest ein klein wenig ärgern zu können
Der Schwerpunkt in der Vorbereitung lag vor allem darin, das Spiel zu verlangsamen, um Werder nicht in ihr bekannt druckvolles Angriffsspiel zu lassen.
Diese taktische Vorgabe wurde von der Mannschaft über weite Teile der 1. Halbzeit auch hervorrragend umgesetzt. Basierend auf eine sicher stehende Abwehr wurden die Angriffe der Schlaubetaler so lange ausgespielt, bis sich gute Wurfpositionen ergaben. Die sich daraus ergebenden Chancen wurden bis zur 22. Spielminute auch zumeist konsequent zu Treffern genutzt, so dass die Partie sehr ausgeglichen verlief. Erst in der Endphase des ersten Durchgangs konnte sich der Tabellenführer auf vier Tore zum 17:13 absetzen. Vor allem deshalb, weil die Schlaubetaler zu schnell den Torerfolg suchten und sich dabei im Spielaufbau einige leichte technische Fehler leisteten, die von den Gastgebern konsequent zu eigenen Treffern genutzt wurden.
Auch wenn sich die Mannschaft vorgenommen hatte, an die guten ersten 20 Minuten anzuknüpfen, konnte die Mannschaft dies praktisch über die gesamte 2. Halbzeit nicht mehr umsetzen. Einerseits stellte sich Werder immer besser auf die Schlaubetaler Spielweise ein und andererseits wurde der nun doch immer wieder zu schnell gesuchte Abschluss der Gäste konsequent bestraft. Dazu versagten die Schlaubetaler nun noch bei klarsten Torgelegenheiten und die Fehlerquote im eigenen Spielaufbau war einfach zu hoch. Dies ermöglichte den Gastgebern letztlich eine Reihe von Ballgewinnen, über die schnelle Konter vorgetragen werden konnten. Diese nutzte der Gastgeber konsequent und baute seine Führung bis zum Endstand von 36:20 konsequent aus. Damit stand es nach 60 Minuten 36:20 und der Sieg der Werderaner war aus den vorgenannten Gründen auch jederzeit verdient.
Dennoch zeigte sich Trainer Olaf Ermling mit der Spielweise seiner Mannschaft speziell in den ersten zwanzig Minuten durchaus zufrieden. Am kommenden Samstag muss diese dann jedoch möglichst über die gesamte Spielzeit umgesetzt werden, wenn in der heimischen Schlaubetal- Halle der SV B.-W. Wusterwitz empfangen wird. Diese haben aus den letzten drei Spielen fünf Punkte geholt und werden sicher nicht mit der Mannschaft zu vergleichen sein, die man in der Hinrunde auswärts mit 26:28 besiegt hatte. Da sich jedoch auch die Schlaubetaler derzeit offenbar im „Aufwind“ befinden, können sich die Zuschauer bereits jetzt auf ein spannendes Duell freuen.
Tor: Marco Schwadtke; Florian Kubusch
Feld: Dawid Schaffranke (5); Robert Heise (5/3); Tobias Hallert (1); Norman
Szyamanowski; Philipp Ermling; Matthias Gliese; Marc Eschenbach (1); Normen Ermling (6); Tobias Hötzel; Daniel Heine (2); Pascal Hötzel
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer Jens Jüterbock
Schiedsrichter: Fiebrantz/Schrell (Müncheberg)
Zeitstrafen: Werder 4 – HSG 2
Siebenmeter:: Werder 3/3 – HSG 5/3