Brandenburgliga Männer
Nicht zu wahrer Leistungsstärke gefunden
HC Spreewald – HSG Schlaubetal 34:18 (15:8)
Von W. Hohmann
Nach dem erfolgreichen Heimspiel gegen Wusterwitz musste die 1. Männermannschaft der HSG Schlaubetal diesmal auswärts beim HC Spreewald antreten. Unter der Woche hatte sich die Mannschaft intensiv auf dieses Spiel vorbereitet und wollte unter der Regie von Uwe Kern, der den im Urlaub befindlichen Trainer Olaf Ermling vertrat, an die Leistung gegen Wusterwitz anknüpfen.
Die Anfangsphase verlief für die Schlaubetaler dabei durchaus vielversprechend. Denn gleich zu Beginn gelang den Schlaubetalern eine 0:2 Führung. Auch bis etwa Mitte der 1. Halbzeit konnte die Mannschaft gegen sehr engagiert agierende Gastgeber die Partie weitestgehend ausgeglichen gestalten. Allerdings konnte die Mannschaft dann in der Folge nicht mehr an diesen guten Start anknüpfen. Zum Einen ließ sie sich von einigen Entscheidungen der Unparteiischen aus dem Konzept bringen und zum Anderen verlor sie im weiteren Verlauf des Spiels zunehmend auch die spielerische Linie. Vor allem dahingehend, dass der mannschaftliche Zusammenhalt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr nicht mehr so zum Tragen kam, wie die Mannschaft sich das sicherlich selbst vorgestellt hatte. Durch einige Zeitstrafen in Rückstand geraten, wurde zunehmend mit Einzelaktionen der Torerfolg gesucht, was gegen die in der Abwehr gut verschiebenden Gastgeber sicher das verkehrte Mittel war. Als Matthias Stalla nach 19 Minuten mit „Rot“ zum Duschen geschickt wurde, fehlte dann auch in der Deckung der nötige Zusammenhalt. Die Folge war, dass sich die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff eine sichere 15:8 Führung erspielen konnten.
Auch in der 2. Halbzeit änderte sich am Gesamtbild wenig. In der Abwehr wurde meist zu statisch agiert und im Angriff weiterhin oftmals nur mit Einzelaktionen der Torerfolg gesucht. Erschwerend kam sicher hinzu, dass mit dem Ausfall von Matthias Stalla der Druck aus dem linken Rückraum fehlte und auch Philipp Ermling auf der rechten Halbposition nach der 3. Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Dagegen traten die Gastgeber sowohl in der Abwehr als auch im Angriff geschlossener auf und konnten so ihren Vorsprung bis zum Endstand von 34:18 kontinuierlich weiter ausbauen.
Trainer Uwe Kern konstatierte dann nach dem Abpfiff: „An der Einstellung und dem Engagement der Spieler hat es sicherlich nicht gelegen. Unsere junge Mannschaft hat sich jedoch von den äußeren Einflüssen zu sehr beeinflussen lassen. Die Folge war dann, dass jeder mehr mit sich selbst, als mit seinen Mitspielern beschäftigt war. Insofern sind wir insgesamt unter unseren Möglichkeiten geblieben und der HC Spreewald hat dieses Spiel am Ende verdient gewonnen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir im nächsten Spiel wieder eine ganz andere HSG- Mannschaft erleben werden. Der Auftritt heute war mit Sicherheit nicht das, was die Jungs tatsächlich können. Von daher sollten wir dieses Spiel schnell „abhaken“ und uns auf das kommende Auswärtsspiel beim HC Bad Liebenwerda vorbereiten.
HSG Schlaubetal
Tor: Marco Schwadtke, Florian Kubusch
Feld: Matthias Stalla 1; Tobias Hallert ; Norman Szymanowsk; Marc Eschenbach 5; Normen Ermling 4; Tobias Hötzel ; Daniel Heine 4; Pascal Hötzel; Philipp Ermling 1; Mathias Gliese 1; David Schaffranke 2 ; Robert Heise
Trainer: Uwe Kern
Betreuer: Jens Jüterbock
Schiedsrichter:: Schulze/Eichhorn – HSV Freital
7-Meter: HSG 1/0, HC Spreewald 4/4
Zeitstrafen: HSG 8 (zweimal rot), HC 7