Brandenburgliga Männer
In der Endphase Nerven gezeigt
HC Bad Liebenwerda – HSG Schlaubetal 31:25 (12:12)
Von W. Hohmann
Wenn man das Endergebnis liest, könnte man meinen, dass dieses Spiel für die Gastgeber eine deutliche und klare Angelegenheit gewesen sein muss und es für die Schlaubetaler bei den Kurstädtern nichts zu holen gab. Dem war aber bei Weitem nicht so. Vornehmlich in der ersten Halbzeit verlief das Spiel weitestgehend ausgeglichen.
In der Anfangsphase gelang es den Gastgebern, sich bis zur 4. Minute auf 2:0 abzusetzen. Die HSG- Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und die von Trainer Olaf Ermling verordnete Manndeckung für die beiden Rückraumschützen der Gastgeber zeigte in der Folge Wirkung, brachte diese aus ihrem Konzept und verleitete die Gastgeber zu zahlreichen einfachen Fehlern. Dasselbe traf allerdings auch auf die Schlaubetaler zu, so dass die Partie weiter völlig offen blieb. Die Schlaubetaler konnten den anfänglichen Rückstand bis zur 13. Minute wettmachen und selbst in Führung gehen. Als die Gastgeber vor der Pause beim Stand von 12:11 in den letzten fünf Minuten keinen Treffer mehr landen konnten, bestand für die Schlaubetaler sogar die Möglichkeit, mit einer Führung in die Halbzeitpause zu gehen. Zu viele Fehler im eigenen Spielaufbau und damit verbundene Ballverluste verhinderten dies jedoch, so dass die Seiten beim Stand von 12:12 gewechselt wurden.
Speziell die Anfangsphase der 2. Halbzeit gehörte dann eindeutig den Gastgebern. Diese hatten sich auf die doppelte Manndeckung ihres Rückraumes besser eingestellt, spielten jetzt mehr über den Kreis und konnten die dortigen Freiräume nutzen, um sich zunächst auf 18:14 und bis zur 45. Minute sogar auf 25:17 abzusetzen. Als alle bereits mit einem klaren Sieg rechneten, gewann das bis dahin mit zu vielen einfachen Fehlern behaftete Spiel der Schlaubetaler zunehmend an Sicherheit. Nach und nach konnte der Rückstand immer mehr verkürzt werden. Nach einem Rückstand von 20:27 kämpften sich die Schlaubetaler bis zur 57. Minute bis auf 28:25 heran. Bei diesem Spielstand wurde ihnen ein Siebenmeter zugesprochen, den Daniel Heine leider nicht verwandeln konnte. Dasselbe geschah dann kurz danach dem bis dahin sehr erfolgreich spielenden Matthias Stalla (neun Treffer), der den nächsten Siebenmeter neben das Tor setzte. Diese von den Gästen nicht genutzten Chancen wurden im Gegenzug postwendend bestraft. Damit war der Widerstand der Schlaubetaler dann endgültig gebrochen und die Gastgeber konnten ihre Führung bis zum verdienten Endstand von 31:25 wieder ausbauen. Sicherlich fehlte den Schlaubetalern gerade in der Endphase auch etwas die Kraft und damit auch die Konzentration, da mit Michael Schmidt, Mathias Gliese, Robert Heise und Philipp Ermling gleich vier Stammspieler nicht zur Verfügung standen.
Von daher zeigte sich Trainer Olaf Ermling insgesamt mit dem Spiel seiner Mannschaft auch nicht unzufrieden: „ Sicherlich haben uns gerade wegen der fehlenden Wechselmöglichkeiten gerade in der Endphase etwas die Kräfte gefehlt, um das Spiel dann doch noch zu drehen. Der Knackpunkt war jedoch die Phase nach der Halbzeit, wo wir das Spiel etwas verschlafen haben. Insofern geht der der Sieg des HC auch völlig in Ordnung.“
Am kommenden Samstag (31.03.) kommt es dann in der heimischen Schlaubetal-Halle zur Wiederholung des am 28.01. wegen der schweren Verletzung von Marc Eschenbach abgebrochenen Spiels gegen die 2. Mannschaft des Grünheider SV. Hier wird die Mannschaft sicher auch für Marc spielen und alles daran setzen, einen Sieg zu landen.
Torhüter: Marco Schwadtke; Florian Kubusch
Feld: Dawid Schaffranke (4); Matthias Stalla (9); Robert Heise (3/2); Tobias Hallert; Norman Szymanowski; Marc Eschenbach (1); Normen Ermling (3); Daniel Heine (4); Pascal Hötzel (1)
Trainer: Olaf Ermling
Betreuer: Jens Jüterbock
Schiedsrichter: Lehmann / Laurentzsch (Cottbus)
Zeitstrafen: HC 3 – HSG 1
7-m: HC 5/5 – HSG 5/2