Landesliga Süd-Ost Männer

Kantersieg gegen schwache Schöneicher

HSG Schlaubetal II – SG Schöneiche 38:26 (17:8)

Von W. Hohmann

Geht man vom Endrusultat dieses Spiels aus, könnte man meinen, dass es für die HSG Schlaubetal ein „leichter Sieg“ gewesen sein muss. Der Spielverlauf speziell in den ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit sah jedoch ganz anders aus. Speziell die Anfangsphase des Spiels gehörte nicht den Gastgebern, sondern der Gästemannschaft.
Nachdem diese sich gleich in der Anfangsphase des Spiels eine 0:2 Führung erspielt hatten, tatan sich die Gastgeber zunächst sehr schwer. In der Abwehr ließen die Mannen von Trainer Michael Stalla zunächst die nötige Konsequenz vermissen und auch im Angriff wurde zu langsam und behäbig agiert. Die Quittung folgte auf dem Fuße, indem den Gästen eine 4:6 Führung gelang. In dieser Phase sah es so aus, als wenn den Gästen eine Überraschung gelingen könnte und die Partie einen ähnlich engen Verlauf nehmen würde, wie in der letzten Saison. Doch dann kam alles ganz anders. Das HSG- Team fand immer besser in das Spiel. In der Deckung wurde nun mit wesentlich mehr Engagement gekämpft, so dass Schöneiche sich zunehmend weniger klare Möglichkeiten erspielen konnte. Dazu kam eine enorme Steigerung von Torhüter Nicky David, der bis zur Halbzeit nur noch zwei Treffer zuließ. Und auch im Angriff wurde nun zunehmend konzentrierter und vor allem schneller gespielt sowie von nahezu allen Positionen permanent Druck auf die Gästeabwehr ausgeübt. Dazu setzten vor allem Paul Schmat als auch Uwe Bannert ihre Nebenleute immer wieder mit guten Anspielen in Szene und waren dabei auch selbst enorm Torgefährlich. Dies zeigte dann auch bis zur Halbzeit auch seine Wirkung, indem sich die Gastgeber kontinuierlich bis auf 17:8 absetzen konnten.
Trainer Michael Stalla ermahnte seine Mannschaft in der Halbzeit, jetzt nicht nachzulassen und nach Möglichkeit gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit die Entscheidung herbei zu führen. Genau das setzte die Mannschaft dann auch um. Über die Stationen 18:10 und 20:10 wurde der Vorsprung gleich in der Anfangsphase der zweiten 30 Minuten auf 23:11 ausgebaut. Damit war das Spiel dann endgültig entschieden. Die klare spielerische Überlegenheit wurde von Trainer Michael Stalla genutzt, um allen verfügbaren Spielern ihre Einsatzzeiten zu geben. Dafür „bedankten“ sich sowohl Bernd Hohmann im Tor, als auch alle anderen Spieler mit Toren. Einzig in der Abwehr wurde nicht mehr ganz so energisch zu Werke gegangen. Das ermöglichte Schöneiche in der zweiten Halbzeit insgesamt 18 Tore, so dass sie am Ende trotz der deutlichen Niederlage mit 12 Treffern zufrieden sein konnten, einer möglichen noch höheren Niederlage entgangen zu sein.
Mit diesem Sieg konnte sich die HSG- Reserve im Spitzenfeld der Liga (Platz 4) festsetzen und sollte in dieser Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Trotzdem warnte Trainer Michael Stalla davor, nun gleich in „Höhenflüge“ zu verfallen. „Natürlich ist die derzeitige Platzierung überaus angenehm. Aber die Saison ist noch lang und speziell in der ersten Halbzeit hatten wir doch einige Probleme, uns entsprechend durchzusetzen. Es gibt also keinen Grund zur Überheblichkeit. Vielmehr gilt es, die positiven Phasen dieser Partie zum Standard werden zu lassen.
Spieler: Nicky David; Bernd Hohmann ( im Tor);
Uwe Bannert 8/1, Ralf Hale 1, Paskal Korau 4, Christian Poeschke 3, Ringo Pflaum 2, Martin Berger 4, Marcel Jüterbock, Oliver Krüger , Michael Menz 2, Paul Schmat 5, David Krüger 5, Philipp Ermling 4
Trainer: Michael Stalla
Betreuer: Rico David, Frank Firniß
Physiotherapeutin: Daniela Behrens
Schiedsrichter Strälz/Rochlitz - Guben
Zeitstrafen: HSG:3, SG 4
Siebenmeter: HSG: 2/1, HSV 2/0
Zuschauer: 150