Landesliga Süd-Ost Männer

Überzeugender Heimsieg

HSG Schlaubetal II – TSV Empor Dahme 37:30 (20:14)

Von Michael Menz

Nachdem der Saisonstart der 2. Männermannschaft am vergangenen Wochenende beim Grünheider SV III gründlich daneben ging, wollte sich das Team von Trainer Michael Stalla im Spiel gegen den bisher ebenfalls sieglosen TSV Empor Dahme vor eigenem Publikum nicht noch einmal blamieren.
Trotzdem warnte Trainer Michael Stalla davor, den Gegner zu unterschätzen. Schließlich hatte man in der letzten Saison eine klare Auswärtsniederlage (35:28) hinnehmen müssen und sich beim relativ knappen 30:26 Heimsieg auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Diese „Warnung“ schien jedoch bei den Spielern zunächst nicht angekommen zu sein. Denn in der Anfangsphase der Partie geriet die Mannschaft in den ersten zehn Minuten mit 4:6 in Rückstand. Vor allem auch deshalb, weil jeder offenbar viel zu sehr damit beschäftigt war, möglichst keinen Fehler zu machen und darüber das „Handball spielen“ vergaß.
Doch dann trat „urplötzlich“ genau das Gegenteil ein. In der Abwehr wurde nun miteinander geredet und der Gegner sofort attackiert. Die Folge waren etliche Ballgewinne und ein darauf aufbauendes schnelles Konterspiel, das vor allem von Ringo Pflaum (6 Tore) sowie Pascal Korau (5 Tore) konsequent zu Treffern genutzt wurde.So wurde der Rückstand bis zur 21. Minute in eine 12:10 Führung umgewandelt. Danach folgten die spielentscheidenden Minuten der Partie. Innerhalb von 6 Minuten gelangen der HSG- Reserve acht Tore in Folge, während sich der Gegner am Schlaubetaler „Deckungsbollwerk“ festlief und keinen Treffer mehr erzielte. Erst in der Endphase kam der TSV dann noch zu vier Toren und konnte den Rückstand mit 20:14 bis zum Pausenpfiff in erträglichen Grenzen halten.
Obwohl Trainer Michael Stalla in der Pause angemahnt hatte, nun nicht nachzulassen, „verpennte“ sein Team wieder die Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Dies hatte zur Folge, dass der TSV den Rückstand kontinuierlich verkürzte und beim Stand von 22:19 in der 38. Minute wieder dran war. In dieser Phase musste Torhüter Nicky David, der sich beim Erwärmen verletzt hatte, das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Trainer Michael Stalla ins Tor, der mit mehreren Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter nicht nur die Halle zum Kochen brachte, sondern seiner Mannschaft Sicherheit vor allem in der Deckung gab.
Dazu beorderte er den bis dahin glücklos agierenden Uwe Bannert in den Rückraum, was zu mehr Sicherheit in den Angriffsaktionen führte. Jetzt lief das HSG- Angriffsspiel wieder auf Hochtouren und die Mannschaft ließ sich auch von der harten Gangart des TSV (neun Zeitstrafen) nicht mehr aus dem Konzept bringen. Nachdem die Führung wieder auf sechs Tore (30:24) ausgebaut wurde, stand am Ende ein viel umjubelter sicherer 37:30 Endstand zu Buche. Einziger „Wermutstropfen“ war eine berechtigte rote Karte gegen Paul Schmat.
Dieses Spiel lässt darauf hoffen, dass die Mannschaft auch in den kommenden Spielen siegreich auftritt. Dabei wird man sich dann aber die „Schlafpausen“ zu Beginn beider Halbzeiten sicher nicht leisten können

Spieler: Nicky David, Michael Stalla (Tor)
Oliver Krüger 1, David Krüger 9/8, Pascal Korau 5, Christian Poeschke, Björn Horstmann, Michael Menz 1, Uwe Bannert 2, Ringo Pflaum 6, Paul Schmat 5, Martin Berger 5, Ralf Hale, Frank Firniß 3
Trainer: Michael Stalla
Betreuer: Rico David
Physiotherap.: Daniela Behrens
Schiedsrichter Berke / Toll ( TSG Fredersdorf )
Zeitstrafen: HSG:6 (1x Rot), TSV 9 (1x Rot)
Siebenmeter: HSG: 8/8, GSV III :5/3
Zuschauer: 150