Oberliga, männliche Jugend A

Tabellenführung erobert !

HSG Schlaubetal - HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 37 : 19 (16:9)
Von Uwe Hobelmann

Mit den Gästen kam der Tabellenvierte mit der Empfehlung eines Sieges gegen den HSV Wildau nach Müllrose. Die den Gastgebern völlig unbekannte Mannschaft wurde mit dem nötigen Respekt empfangen. Die ersten Minuten des Spieles verliefen beidseitig sehr zäh. Zahlreiche Ungenauigkeiten sowie gutes Deckungsverhalten sorgten nach 10 Minuten für einen Zwischenstand von 3:2. Vom Tempohandball der vergangenen Woche in Wildau war auf Seiten der Youngsters der HSG Schlaubetal nichts zu sehen. So blieb es auch in den Folgeminuten, nach 19 Minuten und 8:6 Führung musste Trainer Uwe Hobelmann seine Jungs in einer Auszeit aus der Lethargie wecken. Es wurde zunehmend besser, endlich wurde mal mit Tempo gespielt. Tore von Lukas Schaffranke und Jakob Streichert sorgten für ein 10:6. Den Gästen fiel jetzt nicht mehr viel ein und ungenaue Würfe wurden von dem Müllrosern zu weiteren Toren genutzt. Patrick Silbermann schloss eine schöne Kombination zum 12:8 ab und danach gelangen drei weitere Treffer zu einer sicheren Führung. Beim 16:9 ging es in die Halbzeit. Trotzdem war man auf Seiten der Gastgeber nicht so richtig zufrieden. Irgendwie spielte die Mannschaft noch gehemmt und ohne die eingeforderte Spielfreude. Das sollte sich in der 2. Halbzeit ändern. Zunächst verlor Florian Fulster von den Ahrensdorfern kurz nach der Halbzeit die Nerven und ließ sich nach einem Trikotziehen zu einer Unsportlichkeit hinreißen, die folgerichtig mit der roten Karte bestraft wurde. Der dünne Kader der Gäste verlor einen wichtigen Spieler. Die HSG Schlaubetal nutzte dies konsequent aus und erzielte nun mit hohem Tempo ein Tor nach dem anderen. Auch die spielerischen Elemente wurden nun eingesetzt und nach 44 Minuten musste Gästetrainer Andreas Haack die Auszeit nehmen und seine Mannschaft beruhigen. Die HSG Schlaubetal führte nun 24:12. Leider bewirkte die Auszeit nicht viel, denn die Gäste hatten sich bereits aufgegeben. Durch weitere Zeitstrafen geschwächt konnte man nun nichts mehr entgegen setzen. Über die Stationen 28:14 und 32:16 ging die einseitige Partie in die Endphase. Trainer Uwe Hobelmann wechselte munter durch und gab allen Spielern Einsatzzeiten. Die Schlussphase nutzte besonders der „Jüngste“ Schlaubetaler Felix Preiß zu schönen Treffern. Hier wurde er erstmals auch auf der halb linken Position eingesetzt und bewies sein Talent. Hervor zu heben ist der letzte Treffer der Schlaubetaler zum 37:19, als Tom Richter völlig vor dem Tor freistehend den Ball weiter spielte und so Paul Wagner sein erstes Saisontor ermöglichte. Das gefiel auch dem Trainer. „So eine Mannschaftsdienliche Einstellung erwarte ich eigentlich von allen, es gibt aber Spieler in meinen Reihen die sich nur an eigenen Toren erfreuen und sich dann auch noch vom Publikum feiern lassen.“ Insgesamt war es kein berauschendes Handballfest sondern der schwache Tag der Gäste wurde ausgenutzt. Gästetrainer Andreas Haack war mit der heutigen Leistung seiner Mannschaft natürlich nicht zufrieden, zog aber trotzdem ein positives Fazit „Aus der Kreisliga in die Brandenburgliga, da bleiben meinen Jungs natürlich auch solche Niederlagen nicht erspart. Aber Sie lernen und entwickeln sich weiter“. Aufgrund des besseren Torverhältnisses ist die HSG Schlaubetal nun Tabellenführer. Am 19.11.2011 um 14.00 empfängt man im nächsten Heimspiel den MTV Wünsdorf. „Da werden wir konzentrierter spielen müssen, denn heute hatten wir zu wenig Bewegung ohne Ball und zu viele vergebene Würfe“ zog der Trainer das Fazit.

Tor: Danny Hugler
Feldspieler: Felix Preiss (4), Tom Richter (1), Jonas Friedrich , Paul Lemke (6), Eric Zimmermann (11), Patrick Silbermann (5), Kevin David (1), Petrido Prötel (1), Lukas Schaffranke (3), Jakob Streichert (4), Dominik Jüterbock, Tom Strohbach, Paul Wagner (1)
Trainer: Uwe Hobelmann
Schiedsrichter: Schwerdtner / Gonna ( TSG Lübbenau ) – gute Leistung
Zeitstrafen:
HSG Schlaubetal 3 / Ahrensdorf 8
7 m: HSG Schlaubetal 3/2 / Ahrensdorf 4/2
Zuschauer: 80