Brandenburgliga A- Jugend weiblich

Leistungsgerechtes Unentschieden

HSG Schlaubetal – SSV Falkensee 18:18 (6:9)

Von W. Hohmann

Zum ersten Punktspiel musste die weibliche A- Jugend gegen die Mannschaft vom SSV Falkensee antreten. Ein für beide Mannschaften sicher nicht einfaches Spiel, da man sich zum ersten mal gegenüber stand. Dementsprechend nervös waren sowohl die HSG- Mädels als auch ihr Trainer Steven Ermling, der die Mannschaft erstmals in einem Punktspiel betreute und sich zur „Verstärkung“ HSG Präsident Peter Palwitz auf die Bank geholt hatte.
Die Mannschaft wollte dieses Auftaktspiel unbedingt gewinnen und zugleich ihre im Training unter Beweis gestellte gewachsene Spielstärke unter Beweis stellen. Dabei hatten Neuzugang Antonia Wittkopf sowie Anne Palwitz nach langfristiger Verletzungspause ihr Punktspieldebüt.
Eigentlich hatte sich die Mannschaft vorgenommen, den Gegner aus einer sicheren Abwehr heraus im Angriff mit schnellen Ballstafetten unter Druck zu setzen.
Dieses Vorhaben ging jedoch speziell in der ersten Halbzeit aus Sicht der Schlaubetalerinnen gründlich daneben. Von Anfang an war der Mannschaft die Nervosität deutlich anzumerken, die nicht zu spielerischer Sicherheit, sondern vielmehr zu allgemeiner Verunsicherung führte. Das begann bereits im Abwehrverhalten. Hier wurde viel zu statisch agiert, kaum mit dem Nebenmann gesprochen und oftmals erst viel zu spät heraus getreten. Diese Verunsicherung setzte sich dann sowohl im Spielaufbau als auch beim Torabschluss fort. Die Folge waren zahlreiche technische und Abspielfehler, überhastete und dazu meist zu schwache und unpräzise Torwürfe. Diese wurden deshalb von der gut haltenden Falkenseer Torhüterin oftmals abgewehrt. Da auch Maria Krüger im HSG- Tor einen guten Tag erwischt hatte, kam es zu einer insgesamt relativ Tonarmen Partie. Auch wenn Falkensee nicht gerade Bäume ausriss, wirkte ihr Spiel ballsicherer und die Mannschaft konnte sich eine Reihe guter Chancen gegen die löchrige HSG- Deckung erarbeiten. Insofern war die Halbzeitführung des HSV Falkensee auch nicht unverdient.
In der zweiten Halbzeit war die Situation dann umgekehrt. Jetzt stand die Abwehr wesentlich besser und auch im Spiel nach vorn wurden weit weniger Fehler gemacht. Auch dass Trainer Steven Ermling der insgesamt übermotiviert wirkenden Anne Palwitz (1 Tor bei acht Wurfversuchen) längere Pausen gab, wirkte sich positiv auf das HSG- Spiel aus. Jetzt war die Partie bis in die Schlussphase völlig offen und ausgeglichen. Dass dennoch nicht viel mehr Tore erzielt werden konnten, lag vornehmlich an den guten Torhüterleistungen von Kimberly Arndt und Maria Krüger auf Schlaubetaler Seite als auch von Lisa Noack auf Seiten des HSV Falkensee. Diese konnte in den Schlussminuten drei freie Würfe ebenso glänzend parieren wie Maria Krüger auf Seiten der HSG Schlaubetal. Diese parierte sogar vier Würfe in Folge.
Am Ende stand ein 18:18 auf der Anzeigetafel. Dieses Ergebnis war dann ausgehend vom Verlauf der beiden Halbzeiten auch leistungsgerecht. In den kommenden Spielen wird jedoch eine deutliche (und auch mögliche) Leistungssteigerung des HSG- Teams von Nöten sein, will diese Spiele für sich entscheiden. So sah es auch Trainer Steven Ermling: „Mit der kämpferischen Leistung der Mannschaft konnte man zumindest in der 2. Halbzeit zufrieden sein. Spielerisch haben wir aber letztlich enttäuscht. Da hat die Mannschaft noch lange nicht das gezeigt, was sie eigentlich kann.“

HSG Schlaubetal

Tor: Maria Krüger, Kimberly Arndt
Feld: Lisa Marie Busse 7/2, Anne Lubetzki 4, Kim-Lisa Woithe 4, Sabrina
Moegelin 1, Carolin Stürmer, Antonia Wittkopf 1, Anne Palwitz 1, Louisa Barth
Trainer: Steven Ermling
Betreuer: Peter Palwitz
Schiedsrichter: Schübeck/Philipps – FHC (gute Leistung)
Zeitstrafen: HSG 0, HSV 1
Siebenmeter: HSG 3/2, HSV 3/2