Brandenburgliga weibliche Jugend A
Niederlage selbst verschuldet
HSG Schlaubetal – VfB Doberlug-Kirchhain 17:25 (8:12)
Von W. Hohmann
Im Spiel gegen den Tabellenzweiten wollte die Mannschaft von Trainer Steven Ermling an die Leistungen aus der zweiten Halbzeit des ersten Spiels gegen Falkensee anknüpfen und den ersten Saisonsieg landen.
Dieses Vorhaben gelang der Mannschaft jedoch nur in den ersten 12 Minuten des Spiels. Dabei war der Auftakt in dieser Partie alles andere als erfolgversprechend. Der Tabellenzweite konnte in den Anfangsminuten einfache Fehler der Gastgeberinnen zu einer schnellen 0:2 Führung nutzen und hatte danach mehrfach die Chance, diesen Vorsprung mit schnellen Kontern auszubauen. Dabei unterliefen den Gästen jedoch ebenfalls einige einfache Fehler und das HSG- Team fand in der Folge zu mehr spielerischer Sicherheit. Durch vier Tore in Folge konnte der Rückstand in eine 4:2 Führung umgewandelt werden. Dies führte jedoch nicht zu mehr spielerischer Sicherheit, sondern genau zum Gegenteil. Gegen die mit einer offensiven Deckung agierenden Gäste fand das HSG- Team in der Folge keine Einstellung. Statt das Spiel schnell zu machen und die vorhandenen Lücken in der VfB- Deckung durch das Einlaufen der Außenspielerinnen zu nutzen, „klebten“ die HSG- Spielerinnen förmlich an ihren Positionen und liefen sich auf den Halbpositionen immer wieder an der vorgezogenen Deckung fest. Dies konnten die VfB- Spielerinnen in der Folge vermehrt zu einfachen Ballgewinnen nutzen und nach dem 5:5 Ausgleich sechs Treffer in Folge zu der letztlich spielentscheidenden 5:11 Führung erzielen. In dieser Phase wirkte das HSG- Spiel regelrecht „gelähmt“ und mutlos. Erst zum Ende der 2. Halbzeit konnte der Rückstand mit 3 Treffern in Folge auf 8:12 verkürzt werden.
Dieser relativ geringe Rückstand nährte bei den etwa 80 Zuschauern zur Halbzeit die Hoffnung, dass die Mannschaft mit Leidenschaft und unbedingtem Siegeswillen das Spiel doch noch drehen könnte. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch bereits in der Anfangsphase der 2. Spielhälfte. Im Bemühen, den Rückstand möglichst schnell aufzuholen, unterliefen den Gastgeberinnen immer wieder einfache technische Fehler oder der Gegner gelangte nach oftmals unplatzierten Torwürfen in Ballbesitz. Dies nutzen die VfB- Spielerinnen zu meist einfachen Kontertoren und bauten ihre Führung über die Stationen 8:14, 10:16 und 12:19 kontinuierlich bis auf 14:25 aus.
Am Ende stand für die Gäste, die wesentlich „frischer“ und spielsicherer wirkten, ein auch in dieser Höhe völlig verdienter 17:25 Sieg zu Buche. Bei den Gastgeberinnen dagegen machte sich Enttäuschung und Frust über die eigene Leistung breit. Trainer Steven Ermling konstatierte nach dem Spiel:“ Die gesamte Mannschaft, und da nehme ich keine Spielerin aus, hat in dieser Partie annähernd ihr vorhandenes Leistungspotential ausgeschöpft. Woran das im Einzelnen lag, kann ich Moment nicht sagen, weil ich die gesamte letzte Woche beruflich verhindert war. Ich möchte mich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei unseren Zuschauern bedanken, die die Mannschaft trotz dieser schwachen Leistung bis zum Schluss unterstützt haben.
Tor: Maria Krüger, Bernice Schweinberger
Feld: Lisa Marie Busse 5/2, Anne Lubetzki 5/1, Kim-Lisa Woithe 2, Sabrina
Moegelin 1, Carolin Stürmer, Antonia Wittkopp , Anne Palwitz, Louisa Barth, Kimberly Arndt 3, Sarah Kühne 1, Viktoria Lampe
Trainer: Steven Ermling
Betreuer: Gerd Kupsch
Schiedsrichter: Ronald Hübner/Jens Holger Wußmann – Forst
Zeitstrafen: HSG 0, VfB 2
Siebenmeter: 4/3, VfB 5/2