Brandenburgliga weibliche Jugend A
Erwarteter Einbruch gegen Tabellenführer blieb aus
HSG Schlaubetal – SV 63 Brandenburg-West 14:25 (6:13)
Von Steven Ermling
Nachdem das Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer bereits wegen diverser Verletzungen und Erkrankungen verschoben werden musste, sah die Situation der HSG Schlaubetal bei diesem Spiel nicht wesentlich anders aus. Neben Kim-Lisa Woithe fehlten mit Antonia Wittkopp, Sabrina Moegelin und Kimberly Arndt eine Reihe von wichtigen Stammspielerinnen, weshalb Torhüterin Bernice Schweinberger als Feldspielerin aufgeboten werden musste. Zudem gab es auf der Auswechselbank jede Menge Platz, da nur eine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Darüber hinaus ging fast die Hälfte der Mannschaft mit nicht auskurierten Verletzungen oder Erkrankungen in dieses Spiel.
Von daher war es von vornherein illusorisch, dem Tabellenführer mit dieser Besetzung Paroli bieten oder gar in Schwierigkeiten bringen zu wollen. Von daher lautete die Devise der Trainer Steven Ermling und Gerd Kupsch, das Spiel aus einer möglichst sicheren Abwehr heraus langsam anzugehen, die Angriffe möglichst lange auszuspielen und mit einer kräfteschonenden Spielweise die zu erwartende Niederlage möglichst in erträglichen Grenzen zu halten. Betrachtet man das Endergebnis unter diesen Gesichtspunkten, muss man der Mannschaft für die unter diesen Umständen an den Tag gelegte kämpferische Leistung ein uneingeschränktes Lob zollen.
Dabei sah es zunächst in diesem Spiel nach einer regelrechten Abfuhr für die Schlaubetalerinnen aus. Die Brandenburgerinnen legten los wie die Feuerwehr. Ballsicher, schnell und mit gut vorgetragenen Kombinationen erspielten sie sich in der Anfangsphase schnell eine deutliche 0:7 Führung. Diese haushohe Überlegenheit ließ für die Schlaubetalerinnen nichts Gutes erahnen. Doch nach diesem klaren Rückstand legten sie den zu Beginn gezeigten Respekt nach und nach ab und fanden über den Kampf auch zu ihrem Spiel. Mit einem enormen Kampfgeist versuchte die Mannschaft, ihre deutlich erkennbaren spielerischen Defizite auszugleichen, was ihnen besser als gedacht auch gelang. Denn der Rückstand konnte zunächst auf 5:10 verkürzt werden und blieb auch zur Halbzeit mit 6:13 durchaus in erträglichen Grenzen.
Das änderte sich dann auch in der zweiten Halbzeit nicht. Vielmehr bekam man die mit elf Treffern überragende Brandenburgerin Madlen Fontaine noch besser in den Griff und sowohl Lisa Marie Busse (6 Tore) und Anne Lubetzki (7 Tore) konnten im Angriff durchaus überzeugen. Zwar konnte man den Rückstand insgesamt nicht verkürzen, aber dass die zweite Halbzeit mit nur drei Treffern Rückstand verloren ging, zeigt die gute kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft. Dies wurde auch von den Zuschauern so gesehen, die jedes Tor ihrer Mannschaft bejubelten, als wenn diese gerade am Gewinnen wäre. Zudem zeigte Maria Krüger im HSG-Tor ebenfalls eine gute Leistung und konnte mit diversen guten Paraden aufwarten.
Am Ende stand natürlich ein zu keiner Zeit gefährdeter Sieg des Tabellenführers in einem Spiel, das trotz des Kampfes von beiden Mannschaften überaus fair geführt wurde. Das zeigt auch die Tatsache, das die Schiedsrichter mit dem Spiel keinerlei Probleme hatten und mit nur vier Zeitstrafen ausgekommen sind.
Tor: Krüger, Maria:
Feld: Palwitz, Anne (1); Lampe, Viktoria; Lubetzki, Anne (7); Barth, Louisa; Busse, Lisa-Marie (6/1); Stürmer, Carolin
Trainer: Steven Ermling
Co. Trainer: Gerd Kupsch
Schiedsrichter: Masser/Sydlik - Eisenhüttenstadt
Zeitstrafen: HSG 3, SV 1
Siebenmeter: HSG 2/1, SV 4/3