Brandenburgliga A – Jugend weiblich

HSV Falkensee – HSG Schlaubetal 24:22 (12:10)

Von G. Kupsch



Gekämpft - aber keine Punkte



Dieses Spiel stand scheinbar unter keinem guten Stern. Nachdem die Begegnung gegen Brandenburg schon wegen Besetzungsproblemen verlegt werden musste, sah es diesmal auch nicht besser aus. Zwei Verletzte, die nicht mit- konnten. Also nur noch zwei angeschlagene Mädels saßen auf der Wechselbank: Bernice Schweinberger laboriert immer noch an einer Bänderdehnung (Nur 2. Torfrau), Viktoria Lampe hatte krankheitsbedingt 14 Tage Trainingsausfall(gelernte Kreisspielerin).
Das waren die Wechselmöglichkeiten! Hinzu kam auch noch ,dass Trainer Steven Ermling berufsbedingt fehlte.

Es konnte also nur eine Linie geben. Alle Spielerinnen mussten, je nach ihren spielerischen Fähigkeiten, an ihre Grenzen gehen. Vom Trainervertreter wurde eine Trotzreaktion verlangt:“Jetzt erst recht. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“
Und wie gekämpft wurde. Es sollte vor allem ein früher hoher Rückstand vermieden werden. Damit war man in den bisherigen Spielen oft gescheitert. Der Spielverlauf gab dieser Devise Recht. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, ja fast spannendes Spiel. Über Spielstände wie 3:3, 6:4, 7:6, 10:9, 11:10 wurde mit 12:10 die Seiten gewechselt. Wir waren dem Gegner ebenbürtig.
Dies merkte man auch an der zuversichtlichen Stimmung in der Pause. Es sollte mit einem guten Start in die 2. Hälfte noch Besseres erreicht werden.
Aber genau das misslang. Der Gegner warf 5 Tore in Folge zum Stand von 16:11. Jetzt musste sogar ein Debakel befürchtet werden. Grund waren immer wieder individuelle Schwächen im Abwehrverhalten, auch von gestandenen Spielerinnen. Hinzu kam ein schlechtes Rückzugverhalten. Hier war jetzt deutlich das personelle Übergewicht von Falkensee spürbar. Mit nur einer Wechselspielerin für das Feld war das nicht wett zu machen. Außerdem macht sich immer auch wieder eine schlechte Torwurfeffektivität bemerkbar. Es half nur eine Auszeit, um nochmals etwas zu bewegen. Vor allem wurde wiederholt an das Kämpfen erinnert.
Und dann ging es los! Der Gegner und das Publikum staunten nicht schlecht. Über Zwischenstände von 16:12, 17:14, 18:16 stand es plötzlich 18:18! Was hier von allen Spielerinnen geleistet wurde, war hervorragend. Lisa Busse machte ihr bisher bestes Spiel im Trikot der HSG (13 Treffer) und Sabse Mögelin tat sich durch eine unglaubliche Laufbereitschaft hervor.
Leider waren die Schiedsrichter in dieser Phase dem Spiel nicht mehr gewachsen. Es wurde sehr hart gespielt. Vom ständigen Klammern ohne Ball, Schlagen und bis zum Stoßen in der Luft war alles vertreten. Es wurde nicht konsequent geahndet oder gar bestraft. Es gab hier nicht eine 2`-Strafe!
Unsere Mädels haben sich dann entsprechend gewehrt und wurden prompt klar benachteiligt. Trotzdem hielten sie immer noch dagegen. In der 54` stand es 20:19! Dann war die Kraft zu Ende und man musste dem Gegner den Vorrang lassen. In der 58`erhielt Anne Lubetzki beim Stand von 23:21 für ein Bagatellfoul eine 2`-Strafe. Für das sich Anlegen mit dem Schiedsrichter gab es weitere 2`. Das muss nicht sein.
Letztendlich war der Endstand von 24:22 besiegelt. Man konnte aber erhobenen Hauptes die Halle verlassen. Die Anerkennung vom Gegner und seinen Zuschauern waren ein kleiner Trost.
Wie war das? Wer kämpft, kann auch verlieren. Respekt und Dank an alle Spielerinnen. Trotz aller Besetzungsschwierigkeiten kann auf eine solche Leistung aufgebaut werden.

Tor: Maria Krüger, Bernice Schweinberger
Feld: Viktoria Lampe; Anne Lubetzki 5, Antonia Wittkopp 2, Louisa Barth, Lisa-Marie Busse 13/3,
Sabrina Mögelin 2, Carolin Stürmer

Trainer: Gerd Kupsch i.V.

Schiedsrichter: Götzelt(Luckau) / Woite (Muckwar)
Zeitstrafen: HSV 0, HSG 2
Siebenmeter: HSV 2/2, HSG 4/3
Zuschauer: 50