A- Jugend weiblich der HSG Schlaubetal erringt 2.

Von W. Hohmann

Am 19. Juni nahm das in der kommenden Saison in der Brandenburgliga an den Start gehende A- Jugend- Team der HSG Schlaubetal am jährlich stattfindenden Turnier des polnischen Partnervereins UKS. Iskra Kowalow teil.
Dieses eigentlich für A- Jugend- Mannschaften ausgeschriebene Turnier erhielt durch den Einsatz von über 18- jährigen Spielerinnen in den Mannschaften von Lider Swiebodschin und der 1. Mannschaft von UKS. Iskra Kowalow noch eine zusätzliche sportliche Aufwertung, nachdem eine polnische Vertretung kurzfristig abgesagt hatte und Swiebodschin ebenfalls Probleme hatte, ein reines A- Jugend- Team an den Start zu bringen. So stellte dann der Gastgeber zwei Mannschaften und der ausgegebene Spielplan, der eine polnische und eine deutsche Staffel mit jeweils vier Mannschaften vorsah, konnte eingehalten werden.
Die Mannschaft der HSG Schlaubetal musste sich mit den Vertretungen des SSV PCK 90 Schwedt,Turniersieger des Müllroser EU- Turniers vom 14. Mai diesen Jahres in Müllrose, dem SV Lok Rangsdorf sowie dem SSV Rot-Weiß Friedland auseinander setzen.
Hier traf die Mannschaft von Trainer Steven Ermling gleich im ersten Spiel auf den SSV PCK 90 Schwedt. Beide Teams begannen sehr nervös und leisteten sich gerade in den ersten Minuten zahlreiche Fehlwürfe oder scheiterten an den beiden besten Torhüterinnen des Turniers. Bei einer Spielzeit von nur 15 Minuten in der Vorrunde zählen solche Fehler natürlich doppelt schwer. Die Schlaubetalerinnen fanden dann zuerst zu ihrer spielerischen Linie und boten vor allem in der Abwehr eine durchaus sehenswerte Leistung. Diese bot den Schwedterinnen so gut wie keine Lücken, so dass am Ende ein völlig verdienter 6:1 Erfolg zu Buche stand. Im zweiten Gruppenspiel gegen den SV Lok Rangsdorf fand diese starke Abwehrleistung jedoch nicht die gewünschte Fortsetzung. Zu unbeweglich und ohne die nötige Konzentration lag man schnell mit 0:3 bzw. 0:4 hinten. Erst in der zweiten Hälfte des Spiels fand man sowohl in der Deckung als auch Angriff wieder zum eigenen Spiel und konnte die Partie noch relativ deutlich mit 9:5 gewinnen. Gegen den SSV Friedland kamen dann auch die Auswechselspielerinnen zum Einsatz, was den relativ knappen 11:8 Erfolg erklärt aber auch aufzeigte, dass hier im Training noch einiger Nachholbedarf besteht, um das Niveau der Stammspielerinnen zu erreichen. Mit diesem Spiel stand die Finalteilnahme fest und man wartete praktisch bis zum letzten Spiel darauf, wer der polnische Endspielgegner sein würde.
Die Vorrunde in der polnischen Staffel verlief wesentlich spannender. Hier setzten sich die Gastgeberinnen von UKS Iskra Kowalow I mit 13:9 gegen Sparta Gubin durch, verloren dann aber mit 6:9 gegen die mit 5 über 18-jährigen und einer über 20- jährigen Spielerin angereisten Mannschaft von Lider Swiebodschin. Diese gewann dann auch erwartungsgemäß mit 9:4 gegen Kowalow II und jeder ging eigentlich davon aus, dass die Endspielpaarung Swiebodschin gegen Müllrose lauten würde. Denn den zum Teil erst 15- jährigen Mädchen aus Gubin traute kaum jemand einen Sieg gegen den Favoriten zu. Aber genau dieser trat dann mit 6:5 ein, was fast einer Sensation gleich kam. Dadurch hatte Kowalow I plötzlich die Chance auf das Endspiel, brauchte aber gegen Kowalow II einen Sieg mit mehr als sieben Toren. Dieser fplgte dann auch im letzten Gruppenspiel, so dass die Endspielpaarung UKS. Iskra Kowalow gegen die HSG Schlaubetal lautete.
Hier war das „Schlaubetalteam“ von vornherein als Außenseiter anzusehen. Denn die erste Mannschaft von Kowalow trat mit drei Stammspielerinnen (Anita Barancow, Marlena Towarnicka und Josefine Nietsche) der Frauenmannschaft der HSG Schlaubetal an, worauf man sich bereits vor dem Turnier mit allen Teams geeinigt hatte. Zunächst sah auch alles nach einem klaren Sieg der 1. Mannschaft von Kowalow aus. Diese nutzten Fehler im Schlaubetaler Aufbauspiel aus, um schnell mit 3:0 in Führung zu gehen. Doch dann kamen die HSG- Spielerinnen immer besser in die Partie. Kim-Lisa Woithe erzielte zwei schöne Treffer von Außen, Maria Krüger im Tor steigerte sich zunehmend und auch Anne Lubetzki fand immer besser ins Spiel. So konnte Tor um Tor aufgeholt werden und mit einem direkt verwandelten Freiwurf zur Halbzeit war man beim 8:9 Halbzeitstand wieder dran.
Die zweiten zehn Minuten verliefen dann weniger torreich. Kowalow gelangen nur noch drei, dem HSG- Team aber auch nur zwei Tore. Zum Einen ließ nach dem langen Turniertag bei beiden Mannschaften die Kondition nach und zum Anderen hatte das HSG- Team auch Pech beim Abschluss. Denn gleich viermal landete der Ball an Latte oder Pfosten. Insofern „schrammte“ die Mannschaft von Trainer Steven Ermling knapp an einer Sensation vorbei.
Insofern zeigte sich Trainer Steven Ermling nach dem Turnier insgesamt zufrieden, legte aber zugleich auch „den Finger in die Wunde“ seiner Mannschaft:
„Dass wir erstmals das Endspiel erreicht haben, ist für die Mannschaft ein riesen Erfolg. Mit der Abwehrleistung kann man insgesamt durchaus zufrieden sein. Aber gerade im Spielaufbau sowie in der Konzentration beim Torwurf haben wir noch etliche Reserven. Durch einfache Fang- und Abspielfehler und unkonzentrierte bzw. unplatzierte Würfe haben wir eigentlich sogar den Turniersieg verpasst. Daran müssen wir im Training kontinuierlich weiter arbeiten. Aber wenn die Mädels weiter so bei der Sache sind, wie in den letzten Wochen, werden wir bis zum Saisonstart noch einiges ausmerzen können.“