Verbandsliga Süd Frauen
Überzeugender Sieg als "Geburtstagsgeschenk"
HSG Schlaubetal – TSG Lübbenau 63 20:12 (11:5)
Von W. Hohmann
Im Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn (7.) TSG Lübbenau 63 wollten die Frauen der HSG Schlaubetal (8.) unbedingt den zweiten Heimsieg landen. Dies sollte zugleich „Ihr Geschenk“ an den Trainer Gerd Tismer sein, der am Vortag seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte.
Dieses Vorhaben setzte die Mannschaft dann auch in überzeugender Manier um. Von Beginn an erspielte sich die Mannschaft aus einer sicheren Deckung mit einer stark haltenden Torhüterin Anita Barancow als sicheren Rückhalt, zahlreiche Tormöglichkeiten. Die Gäste aus Lübbenau konnten das Spiel lediglich in der Anfangsphase bis zum Stand von 3:2 offen halten. Danach erzielten die Gastgeberinnen bis zum 8:2 fünf Treffer in Folge. Bereits zu diesem Zeitpunkt stand außer Frage, wer an diesem Tag das Parkett als Sieger verlassen würde. Anita Barancow hielt in dieser Phase alles, was auf ihr Tor kam und die Mannschaft war dem Gegner in allen Belangen haushoch überlegen. Dabei ging sie mit den heraus gespielten Tormöglichkeiten regelrecht „fahrlässig“ um und nutzte nur einen Bruchteil davon zu Treffern. So ist es auch zu erklären, dass es zur Halbzeit „nur“ 11:5 stand.
In der zweiten Halbzeit setzte sich diese Überlegenheit der Gastgeberinnen dann fort. Die nun das Tor hütende Maria Tismer hielt ähnlich stark wie ihre Vorgängerin Anita Barancow und ließ bis zur 58. Minute lediglich vier Gegentreffer zu. Im Gegenzug rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Lübbenauer Tor. Dies führte zu einem kontinuierlichen Ausbau der Führung bis auf 20:8. Mit diesem Rückstand konnten die Spreewälderinnen noch mehr als zufrieden sein. Denn die Gastgeberinnen gingen mit der Verwertung ihrer Torchancen ähnlich unkonzentriert um, wie in der 1. Halbzeit. So wurden insgesamt 12 völlig freie Wurfmöglichkeiten nicht zu Treffern genutzt und dazu gab es noch eine Reihe von „leichten“ Abspielfehlern. Insofern konnten die Gäste durchaus zufrieden sein, dass sie am Ende nur mit 20:12 unterlegen waren.
Die spielerische Überlegenheit seiner Mannschaft nutzte Trainer Gerd Tismer in der zweiten Halbzeit zum Durchwechseln, so dass alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten bekamen. Das einzigste, was der überglückliche Coach am Ende zu bemängeln hatte, war die mangelhafte Chancenverwertung. „Das werden wir uns gegen stärkere Gegner sicher nicht leisten können“, erklärte er nach dem Spiel. Sicher auch schon mit dem Blick auf das am 05.11. anstehende Spiel beim Tabellenvorletzten SV Blau-Weiß Wusterwitz, die bisher kein Spiel gewinnen konnten. Hier warnte der Trainer seine Spielerinnen davor, diesen Gegner zu unterschätzen: „Wir haben keinen Grund zum „Abheben“, denn die Tabellensituation sagt noch Garnichts über die Spielstärke des Gegners. Das sieht man auch daran, dass die zunächst als Titelfavorit gehandelte HSG Teltow/Ruhlsdorf ohne Sieg am Ende der Tabelle steht. Und da hatten wir auch unsere liebe Mühe und Not, zu gewinnen.“
Dennoch sollte dieser überzeugende Sieg dazu beigetragen haben, das Selbstbewußtsein der Schlaubetalerinnen zu stärken, die sicherlich nach Wusterwitz fahren werden, um dort den nächsten Sieg zu feiern.
Tor: Anita Barancow; Maria Tismer
Feld: Doreen Heuseler ; Nadine Lauersdorf 6/2; Jaqueline Riedel; Lysianne Kersten 1; Bonita Thomas 1; Ute Wagner; Sarah Regen; Marlena Towarnicka 4; Diana Hallasch 2/1; Josefine Nietsche 5; Anita Slapczinska; Julia Kupper
Trainer: Gerd Tismer
Co-Trainer: Matthias Gliese
Betreuerin: Kasia Dec
Schiedsrichter: Knothe/Bree – OHC
Siebenmeter: HSG 5/3, TSG 4/1
Zeitstrafen: HSG 0, TSG 2
Zuschauer: 100