Verbandsliga Süd Frauen
"Lehrgeld" gegen Tabellenführer gezahlt
HSG Schlaubetal - TSV Germania Massen 19:27 (9:13)
Von W. Hohmann
Geht man vom Endresultat dieses Spiels aus, könnte man meinen, dass diese Niederlage der HSG- Frauen gegen den verlustpunktfreien Gegner aus Massen ein „normales“ Maß hatte und man sich mit einem 8- Tore- Abstand durchaus gut verkauft hat.
Dennoch zeigte sich Coach Gerd Tismer mit der Leistung seiner Mädels nicht zufrieden. „Wir hätten dieses Spiel weit offener gestalten, wenn nicht gar gewinnen können, wenn wir konzentrierter zu Werke gegangen und nicht so viel Respekt vor dem Tabellenführer gezeigt hätten.
Dem kann man eigentlich nur zustimmen, denn eine totale Überlegenheit des Gegners war über die gesamten 60 Spielminuten nicht zu verzeichnen. Das zeigte sich insbesondere in der Anfangsphase dieses Spiels, das leider erst mit Verspätung angepfiffen werden konnte, weil die angesetzten Schiedsrichter nicht erschienen waren. Deshalb leiteten die Partie Hagen Platz von der HSG Schlaubetal und Ingo Beyer vom TSV Germania Massen, die das sehr ordentlich machten.
Speziell in den ersten Minuten wollten die HSG- Frauen sich mit „Gewalt“ eine Führung erspielen. Das zeigte sich dann darin, dass die eigenen Angriffe meist nicht ausgespielt wurden, sondern meist unvorbereitet und mit unplatzierten „Gewaltwürfen“ abgeschlossen wurden. Diese landeten entweder neben dem Tor, oder wurden eine leichte Beute für die Massener Torfrau. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzte der Spitzenreiter zu schnellen kontern und erzielte damit einfache Treffer und eine schnelle 1:5 Führung. Diese hätte durchaus noch höher ausfallen können, wenn Torfrau Anita Barancow nicht einige „freie“ Würfe abgewehrt hätte. Dem kam auch noch entgegen, dass die Gastgeberinnen in der Rückwärtsbewegung einfach zu langsam agierten und meist mehr den gerade nicht erzielten Treffern „nachtrauerten“. Diesem Rückstand liefen die HSG- Frauen dann praktisch die gesamten ersten 30 Minuten hinterher. Denn über die Spielstände 6:10 und 8:12 blieb es bis zum Pausenstand von 9:13 bei diesem 4- Tore- Rückstand.
Dabei sollte es dann auch im weiteren Verlauf der 2. Halbzeit bleiben. Bis zum 12:16 blieb es bei dem Rückstand von 4 Toren. Danach konnten sich die Gäste dann teilweise bis auf acht Tore zum 13:19 bzw. 16:24 absetzen, womit dieses Spiel dann endgültig entschieden war.
Zieht man dabei jedoch in Betracht, dass der Tabellenführer insgesamt elf einfache Kontertore erzielen konnte, die aus einfachen Fehlern der HSG- Frauen bzw. unplatzierten Würfen resultierten, dann weiß man auch, warum der HSG- Coach nach dem Spiel vor allem mit der eigenen Leistung seiner Spielerinnen haderte.
„Eigentlich haben wir den Gegner durch unsere eigenen Fehler stark gemacht, das Spiel also „im Kopf“ verloren.“
Tor: Anita Barancow
Feld: Doreen Heuseler, Nadine Lauersdorf 6, Jaqueline Riedel, Lysianne Kersten 2, Josefine Nietsche 1, Bonita Thomas 2, Sarah Regen 2, Marlena Towarnicka 5/2, Janett Witte 1, Julia Kupper, Kimberly Arndt
Trainer: Gerd Tismer
Co-Trainer: Matthias Gliese
Schiedsrichter:: Platz/Beyer – HSG Schlaubetal/TSV Germania Massen
7-Meter: HSG 3/2, Massen 2/1
Zeitstrafen: HSG 1 , Massen 1