Verbandsliga Süd Frauen

Stark ersatzgeschwächt unter die Räder gekommen

Elsterwerdaer SV 94 – HSG Schlaubetal 27:16 (14:6)
von Franzi Wagner/W. Hohmann

An diesem 9. Spieltag fuhren die Müllroser Frauen nach Elsterwerda zum Tabellenletzten. Normalerweise sicherlich mit der Maßgabe, von dort beide Punkte zu entführen. Allerdings waren Trainer Gerd Tismer die Sorgenfalten vor diesem Spiel förmlich auf die Stirn geschrieben. Denn mit Nadine Lauersdorf, Sarah Regen, Carolin Vogel, Anita Slapczinska, Marlena Towarnicka, Diana Hallasch, Bonita Thomas, Kimberly Arndt und Nancy Menning standen ihm mehr Spielerinnen aus verletzungs- und anderen Gründen nicht zur Verfügung, als in diesem Spiel auf der Bank saßen bzw. spielten.
Demzufolge lief die Mannschaft leider nur mit zwei „Auswechlsern“ fürs Feld, dafür aber mit 2 Törhütern auf. Mit diesem Gedanken im Kopf startete das Spiel dann auch seitens der HSG- Frauen unsicher. Offenbar war in den Köpfen der Spielerinnen der Gedanke an die Fehlenden doch mehr zu finden, als die Konzentration auf das Spiel. Es kam auf beiden Seiten zu Abspielfehlern und Fehlwürfen. Erst in der 7. Minute ging der Ball für die HSG- Frauen erstmals ins Tor. Somit stand es 2:1 für Elsterwerder. In der Deckung waren unsere Frauen recht laut und sicher, trotzdem trafen die Gastgeber in den nächsten 20 Minuten noch oft. In der 15. Minute stand es 5:1. Die Spielzüge unserer Mädels wurden angesagt, jedoch leider nicht bis zum Ende ausgeführt. Die Folge waren unnötige Ballverluste durch Fehlabspiele, unplatzierte Torwürfe und andere einfache Fehler. Die Frauen aus Elsterwerder gingen sehr zeitig auf anspielbare Spielerinnen zu und machten sie fest, sodass oft nur der Versuch, auf das Tor zu werfen, die Lösung war. Die Folge dessen waren viele einfache Kontertore der Gastgeberinnen, die meist noch durch ein schlechtes Rücklaufverhalten der HSG- Frauen begünstigt wurden.
Dem entsprechend ging es bereits zur Halbzeit mit einem Ergebnis von 14:6 zum Pausentee..
Die zweite Halbzeit ging aber leider genauso weiter wie die 1. Halbzeit. Der Gedanke, nur mit 8 Feldspielern angereist zu sein, blieb in den Köpfen und wollte sich nicht abschütteln lassen. Ohne unsere Torhüter Maria Tismer und Anita Barancow wären unsere Frauen noch hoffnungsloser verloren gewesen. Die beiden zeigten, was sie konnten. Unsere Deckung blieb weiterhin auch sicher. Zwischendurch zeigten unsere Frauen jedoch auch sporadisch, dass der Kampfgeist vorhanden ist. Trotzdem stand es es in der 45. Minute bereits 20:10, womit das Spiel natürlich bereits entschieden war.
Den Elsterwerdaer Frauen merkte man an, dass endlich der erste Sieg in die Elbe-Elster-Halle gehörte. In der 50. Minute stand es 24:13. Bei unseren Frauen fehlte die Bewegung ohne Ball und auch Konterchancen wurden nicht genutzt.
Letztendlich ging das Spiel mit dem Ergebnis 27:16 und traurigen und enttäuschten Gesichtern bei den Frauen aus Schlaubetal aus.
Natürlich konnte man angesichts der vielen Ausfälle nicht erwarten, dass die HSG- Frauen den Gastgeber beherrschen oder gar an die Wand spielen würde. Auch wenn die Devise von Vornherein darin bestand, sich so teuer wie möglich zu verkaufen, bemängelte Trainer Gerd Tismer vor allem die viel zu hohe Zahl der eigenen einfachen Fehler.
Das soll im kommenden Derby am 10.12.2011 um 14.00 Uhr im Spiel gegen die BSG Stahl Eisenhüttenstadt ganz anders aussehen. Hier hofft der Coach, dass dann wieder viele der Fehlenden einsetzbar sind.

Tor: Maria Tismer, Anita Barancow
Feld: Doreen Heuseler 1, Jaqueline Riedel 1, Lysianne Kersten 2, Josefine Nietsche 4, Ute Wagner, Janett Witte 2, Uta Schulz 1, Julia Kupper 5
Trainer: Gerd Tismer
Betreuer: Franzi Wagner
Schiedsrichter: Glasewald / Fröschke – HSC Potsdam
7-Meter: Elsterwerda 7/5, HSG 8/4
Zeitstrafen: Elsterwerda keine, HSG 3