Verbandsliga Süd Frauen

Begeisternder Sieg über Wusterwitz

HSG Schlaubetal – SV B.-W. Wusterwitz 21:13 (13:7)

Von W. Hohmann

Die über 100 Zuschauer in der gut besuchten Schlaubetal-Halle staunten nicht schlecht über die Leistung ihrer HSG- Frauen, die von diesen auf das Müllroser Hallenparkett „gezaubert“ wurde. Noch im letzten Heimspiel hatten sie bei der völlig unnötigen 16:19 Niederlage gegen Luckenwalde miterleben müssen, wie sich ihre Mannschaft mit einer enorm hohen Fehlerquote selbst um den Sieg brachte.
Im Spiel gegen den Tabellenachten Wusterwitz war das diesmal völlig anders. Der gesamten Mannschaft war von Anfang die kämpferische Leidenschaft und der unbedingte Siegeswille förmlich anzumerken. Was die Mädels dann auf das Parkett zauberten, war das Beste, was die Mannschaft seit langer Zeit ablieferte.
Dabei begann das Spiel zunächst gar nicht so, wie sich die HSG- Frauen das sicherlich selbst vorgestellt hatten. Zwar stand die HSG- Deckung gegen die nur mit neun Spielerinnen angereisten Gäste wieder sehr gut und hatte mit beiden Torhüterinnen Anita Barancow und Maria Tismer ein deutliches Plus auf ihrer Seite, aber gerade beim Torabschluss wirkten die Gastgeberinnen zunächst einmal übermotiviert. Gleich reihenweise wurden selbst klarste Tormöglichkeiten nicht genutzt und die Würfe landeten oft neben oder über dem Tor.
Die Folge war, dass sich Wusterwitz nach dem 3:3 mit 4:6 in Führung bringen konnte. Vor allem wegen der Wurfpräzision ihrer besten Werferin Franziska Gast.
Danach hatten sich die Gastgeberinnen dann besser auf das Spiel der Gäste eingestellt, traten in der Abwehr schneller heraus und fanden auch im Angriffsspiel zu mehr Sicherheit. Vor allem auch wegen dem sehr guten Spiel von Marlena Towarnikowa, die nicht nur ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzte, sondern selbst auch mit fünf Feldtoren zur besten Werferin des HSG-Teams avancierte. Während die Wusterwitzerinnen nach dieser Führung bei 14 Angriffen nur noch einen Treffer erzielen konnten, holten die HSG- Frauen den Rückstand nicht nur auf, sondern wandelten diesen konsequent in eine komfortable 13:7 Halbzeitführung um.
Damit war das Spiel eigentlich bereits entschieden, zumal sich bei den Wusterwitzerinnen jetzt auch die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar machten. Stattdessen verlegten sie sich zunehmend auf harte Körperattacken, ohne spielerisch eine Chance zur Resultatsverbesserung zu haben. Denn den Gastgeberinnen unterliefen in ihrem Spiel diesmal kaum irgendwelche Fehler und Trainer Gerd Tismer konnte in seinem Team munter durchwechseln. Dazu erwies sich Sarah Regen vom Siebenmeterpunkt als absolut treffsicher und verwandelte mit vier Treffern alle Siebenmeter. Genauso stark spielten Bonita Thomas, Julia Kupper und Josefine Nietsche, die aus der insgesamt gut spielenden Mannschaft noch heraus ragten. Höhepunkt der Endphase waren dann auch zwei umjubelte schöne Tore von Carolin Vogel aus dem Rückraum.
Leider waren die beiden Templiner Schiedsrichter dem Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit in keiner Weise gewachsen. Sie „übersahen“ nicht nur drei klare Tätlichkeiten auf beiden Seiten, sondern ahndeten auch so gut wie keine klaren Fouls.
Dessen ungeachtet feierten die Fans ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff und Trainer Gerd Tismer zeigte sich vor allem im Hinblick auf die kommenden beiden Auswärtsspiele zuversichtlich: Wenn wir auch auswärts alle Spielerinnen an Deck haben, sollten wir an die heutige Leistung anknüpfen können. Und dann brauchen wir keinen Gegner zu fürchten. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist.“



Tor: Maria Tismer, Anita Barancow
Feld: Lysianne Kersten 1, Josefine Nietsche 2, Bonita Thomas 3, Doreen
Heuseler, Carolin Vogel 2, Marlena Towarnicka 5, Janett Witte 1, Sarah Regen 6/4, Ute Wagner, Cathlen Kulow, Louisa Barth, Julia Kupper 1
Trainer: Gerd Tismer
Co-Trainer: Matthias Gliese, Gerd Kupsch
Betreuer: Franziska Wagner
Schiedsrichter: Büsch/Schröder – SV Lok Templin
7-Meter: HSG 4/4, SV 5/3
Zeitstrafen: HSG keine, SV 1