Verbandsliga Süd Frauen

Gefühlter Sieg trotz Niederlage

SV Eintracht Ortrand – HSG Schlaubetal 26:24 (11:10)
von Franziska Wagner



An diesem Spieltag fuhren die Schlaubetaler Frauen in das 2 Stunden entfernte Ortrand. Die Mädels waren siegeshungrig und wollten dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden.
Am Ende stand dann jedoch eine Niederlage mit 2 Toren zu Buche, die sich für die gesamte Mannschaft dennoch als ein „Sieg“ anfühlte. Einfach deshalb, weil man sich angesichts etlicher Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns aus Massen in diesem Spiel um den Sieg „betrogen“ fühlte. Einfach deshalb, weil diese Entscheidungen trafen, die mit „unparteiisch“ nichts mehr zu tun hatten. Um nicht mißverstanden zu werden. Selbstverständlich gibt es auch bei Schiedsrichtern „gute“ und „schlechte“ Tage und auch „enge“ Spiele können durch die eine oder andere Entscheidung Siege oder Niederlagen beeinflussen. In diesem Fall wurde die Mannschaft der HSG Schlaubetal jedoch gerade in der Schlussphase eindeutig benachteiligt.
Das Spiel begann auf beiden Seiten leicht unkonzentriert. Es kam auf beiden Seiten immer wieder zu Abspiel- und Fangfehlern. Die Deckung der Schlaubetalerinnen war allerdings wieder einmal einwandfrei. In den ersten 10 Minuten geschah nicht viel, sodass es 2:2 stand. Doch nach und nach kamen die HSG Frauen in Schwung und warfen ein Tor nach dem anderen. Schon in der 16. Minute stand es 2:6. Doch die Ortrander Frauen ließen das nicht auf sich sitzen, kämpften aufopferungsvoll und konnten so den Rückstand verkürzen. In der Endphase der 1. Halbzeit waren sie wieder dran und konnten den Rückstand in eine eigene Führung umwandeln.
Es ging mit dem Ergebnis von 11:10 in die Halbzeitpause.
Die ersten 10 Minuten der 2. Hälfte hatten die Schlaubetalerinnen jedoch wieder ein Tief. Die Frauen aus Ortrand führten in der 40. Minute mit 16:14. Doch dann kam der Kampfgeist des HSG- Teams wieder. Darüber fand man wieder zu spielerischer Sicherheit Der Rückstand wurde nicht nur aufgeholt, sondern in der 45. Minute in einen 3 Tore- Vorsprung umgewandelt, so dass es 17:20 stand. Die Kombinationen unter den Spielerinnen der HSG Schlaubetal waren absolut sicher und wurden in dieser Phase auch konsequent zu eigenen Treffern genutzt. Die Zuspiele zum Kreis klappten sehr gut und auch von den Außenpositionen kamen sehr schöne Tore. Doch leider haben die Schiedsrichter aus Massen gerade in dieser Phase sehr „heimatverbunden“ gepfiffen. Sie schienen sich der Meinung der Zuschauer mehr und mehr „anzuschließen“. Auf einen Zuruf aus den Zuschauerreihen änderte ein Schiedsrichter plötzlich einen bereits gegebenen Freiwurf der HSG in ein „übertreten“, so dass die Ortrander Frauen den Ball bekamen und den folgenden Angriff zu einem Treffer nutzen konnten.
In der 52. Minute stand es 22:22. In der 56. Minute konnten die Ortrander Frauen einen Konter starten und Marlena Towarnicka (HSG) konnte mithalten, stolperte jedoch über ihre eigenen Füße und fiel hinter der Gegnerin hin, ohne sie zu berühren. Die Massener Schiedsrichter gaben ihr dafür eine Zeitstrafe mit der Begründung „sie hätte die Absicht gehabt, sich den Ball zu holen“. Die HSG- Mannschaft war darüber sehr erbost, und als der Schiri plötzlich die rote Karte hoch hielt, war es endgültig vorbei mit der Zurückhaltung. Die Schlaubetalerinnen mussten nach dieser Fehlentscheidung bis zum Spielende mit 5 Spielerinnen auskommen. Doch sie gaben ihren Siegeswillen trotzdem nicht auf und das Spiel blieb weiterhin völlig ausgeglichen In der 58. Minute entschieden die Unparteiischen mit einer weiteren zweifelhaften Zeitstrafe das Spiel endgültig für die Gastgeberinnen. da letztendlich nur noch 4 HSG- Frauen auf der Platte standen, die dann die spielentscheidenden Treffer der Gastgeberinnen nicht mehr verhindern konnten.
Am Ende fühlten sich die Schlaubetalerinnen durch die nach ihrer Ansicht eindeutig bessere sportliche Leistung als „Gewinner“, die durch zuschauerorientierte Schiedsrichterentscheidungen um ihren Sieg betrogen wurden.
Die Mannschaft hat super zusammengehalten und gekämpft bis zum Schluss. Jede einzelne Spielerin hat für die Mannschaft gekämpft und gespielt.
Weiter so, Mädels!
Tor: Maria Tismer
Feld: Doreen Heuseler, Kim Lisa Woithe 3, Nancy Menning, Lysianne Kersten 1,Josefine Nietsche 2,
Sarah Regen 6, Marlena Towarnicka 7, Janett Witte 3, Uta Schulz 2, Cathleen Kulow
Trainer: Gerd Tismer,
Betreuer: Franzi Wagner, Ute Wagner
Schiedsrichter: Frind/Richter (TSV Germania Massen)
7-Meter: HSG 4/3, Ortrand 3/2
Zeitstrafen: HSG 6 (einmal Rot), Ortrand 1