Verbandsliga Süd Frauen
Wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt
HSG Schlaubetal – Elsterwerdaer SV 94 20:13 (10:5)
Von W. Hohmann
Nach dem Abpfiff gab es seitens der Gastgeberinnen ob dieses völlig verdienten Sieges über einen in allen Belangen unterlegenen Gegner regelrechte Freudentänze. Schließlich hatten die HSG- Frauen mit diesem Erfolg in der Verbandsliga Süd die rote Laterne abgegeben und stehen nun mit dem 9. Rang in der Tabelle auf einem Nichtabstiegsplatz.
Dabei war das Endresultat in diesem Spiel das Beste in dieser insgesamt sehr torarmen Partie.
Die Grundlage für diesen Erfolg legten die Gastgeberinnen vor allem in der Abwehr. Diese stand über die gesamten 60 Minuten sehr sicher und Maria Tismer im Tor der Gastgeberinnen hatte einen starken Tag erwischt. Vor allem in der 1. Halbzeit brachte sie den Gästeangriff förmlich zur Verzweiflung, indem sie insgesamt gleich 14 Würfe parieren konnte. Dies erklärt letztlich auch die nur 5 Gegentore in der 1. Halbzeit, womit die Grundlage für den Erfolg gelegt wurde. Da war es dann auch zu verkraften, dass den Gastgeberinnen vor allem im Spiel nach vorn zahlreiche einfache Fehler unterliefen, was jedoch in noch stärkerem Maße auch auf die Gäste aus Elsterwerda zutraf.
Dennoch konnten die Schlaubetalerinnen gerade in der Anfangsphase die Grundlage für den späteren ungefährdeten Sieg legen. Vor allem Lisa Marie Busse als auch Julia Kupper sorgten mit jeweils zwei Treffern aus dem Rückraum dafür, dass sich die Gastgeberinnen bis zur 15. Minute auf 5:1 absetzen konnten. Dem hatten die Elsterwerdaerinnen im Angriff so gut wie nichts entgegen zu setzen. Dies zeigte sich unter anderem darin, dass sie ihre ersten drei Tore nur durch drei verwandelte Siebenmeter erzielen konnten. Aus dem Spiel heraus konnten sie in der gesamten ersten Halbzeit lediglich zwei Treffer erzielen. Dies verdeutlicht auch die starke Abwehrleistung der Gastgeberinnen. Dass die Partie nicht schon zur Halbzeit entschieden war, lag vor allem daran, dass die HSG- Spielerinnen vor allem mit ihren zahlreichen Tormöglichkeiten ziemlich unkonzentriert umgingen. Denn allein siebenmal konnten sie völlig freistehend den Ball nicht im Tor unterbringen.
Zum Beginn der 2. Halbzeit führten die HSG- Frauen dann die Vorentscheidung herbei, indem sie ihren Vorsprung auf 14:7 ausbauten. Im weiteren Spielverlauf zeigte sich dann auch HSG- Kapitänin Doreen Heuseler regelrecht torhungrig und konnte erstmals 4 Feldtore erzielen. Auch Kim-Lisa Woithe gelangen zwei herrliche Rückraumtore, so dass der Sieg insgesamt auch nie in Gefahr geriet. Vor allem auch deshalb, weil die Abwehr der Schlaubetalerinnen weiterhin der beste Mannschaftsteil war und man wiederum nur 8 Gegentore zuließ.
Auf diese Abwehrstärke vertraut Co- Trainer Gerd Kupsch, der den verhinderten Gerd Tismer vertrat, auch für das vermutlich entscheidende Spiel um den Klassenerhalt am kommenden Samstag beim Tabellenletzten BSG Stahl Eisenhüttenstadt. Nachdem man sich im Hinspiel 25:25 Unentschieden getrennt hatte, will die Mannschaft unbedingt einen Sieg beim Tabellenletzten holen und damit vermutlich den Klassenerhalt perfekt machen. Dazu wird man sich jedoch gerade im Spielaufbau weniger Fehler leisten dürfen und die klaren Torchancen auch konsequent zu eigenen Treffern nutzen, erklärte er nach dem Spiel.
Tor: Maria Tismer, Anita Barancow
Feld: Lysianne Kersten, Josefine Nietsche 1, Bonita Thomas 2/1, Doreen Heuseler 4, Sarah Regen 3/1, Ute Wagner, Cathlen Kulow, Julia Kupper 5, Lisa-Marie Busse 4/1, Kim-Lisa Woithe 2, Diana Hallasch
Trainer: Gerd Kupsch
Co-Trainer: Matthias Gliese
Betreuer: Franziska Wagner
Schiedsrichter: Läbe/Kaußmann – Brandenburg/Nuthetal
7-Meter: HSG 4/3, ESV 3/3
Zeitstrafen: HSG 2, ESV 3