Verbandsliga Süd Frauen

Unnötige Niederlage zum Saisonabschluss

HSG Schlaubetal – VfB Doberlug Kirchhain II 17:19 (6:11)

Von W. Hohmann

Zum Saisonabschluss gab es für beide Mannschaften ein für den Saisonausgang beider Mannschaften eigentlich unbedeutendes Spiel. Der Tabellenvierte Doberlug Kirchhain konnte sich in der Tabelle weder nach oben oder unten bewegen und die HSG- Frauen hatten bereits eine Woche zuvor den Klassenerhalt in der Verbandsliga gesichert.
Mit einer emotional bewegenden Zeremonie wurden vor dem Spiel die HSG- Spielerinnen Bonita Thomas, sie geht aus beruflichen Gründen in die USA, sowie Ute Wagner, die ihre sportliche Laufbahn beendete, verabschiedet.
Nach dem Anpfiff entwickelte sich dann zunächst ein überaus Tor armes, aber insgesamt ausgeglichenes Spiel. In den ersten zehn Minuten gelangen beiden Mannschaften bis zum Stand von 1:3 gerade einmal vier Treffer. Das mit gleich 10 Spielerinnen des Jahrganges 1990 und jünger angetretene Gästeteam erwischte den besseren Start und lag von Beginn an in Führung. Lediglich beim 1:1gelang den Gastgeberinnen einmal in dieser Partie ein Ausgleich. Bis zum 3:5 in der 13. Minute konnte der Anschluss noch halbwegs gehalten werden. Danach unterliefen den Gastgeberinnen zahlreiche einfache Fehler im Spielaufbau und beim Torabschluss. Dazu wurde in der Deckung kaum miteinander gesprochen, so dass die ehrgeizig aufspielenden Gäste immer wieder zu leichten Ballgewinnen und freien Wurfpositionen vor dem HSG- Gehäuse kamen. Die Folge war, dass das VfB- Team seine Führung über die Stationen 3:7, 4: 9 und 5:10 bis zum Pausenstand von 6:11 ausbauen konnte,
Nach einer lauten Ansprache des HSG- Trainers in der Halbzeit kamen seine Frauen wie ausgewechselt aus der Umkleidekabine. Nunmehr wurde in der Deckung wieder gesprochen und auch der Ehrgeiz war erkennbar, dieses Spiel doch noch zu drehen. Mit vier Treffern in Folge wurde der Pausenrückstand bis zum 10:11 nahezu ausgeglichen. Leider konnte diese gute Phase nicht fortgesetzt werden. In den folgenden Minuten konnten selbst völlig freie Wurfpositionen nicht zu Treffern genutzt werden und einfache technische Fehler wurden von den VfB- Spielerinnen mit vier Treffern in Folge zum 10:16 Zwischenstand genutzt. Bis zum Ende des Spiels gaben sie diese vorentscheidende Führung auch nicht mehr ab. Zwar konnten die HSG- Frauen noch einmal auf jeweils drei Tore zum 14:17 bzw. 15:18 verkürzen, aber mehr als das 17:19 in den Schluss-Sekunden war nicht mehr drin.
Am Ende stand ein völlig verdienter VfB- Sieg zu Buche.
Für die HSG- Frauen war es dagegen sicher eine vermeidbare Niederlage, die vor allem aus der teilweise emotionslosen Spielweise der 1. Halbzeit resultierte.
Dennoch muss man der Mannschaft von Trainer Gerd Tismer bezogen auf den gesamten Saisonverlauf ein großes Lob zollen. Die von vorherein angestrebte Zielstellung Klassenerhalt wurde vorzeitig realisiert und am Ende sprang mit Platz 9 in der Tabelle in durchaus passables Ergebnis heraus. Dabei wurde das Team bei allen Heimspielen durch ein immer begeistert mitgehendes Publikum unterstützt, bei dem die Mannschaft sich noch einmal ausdrücklich bedanken möchte.

Tor: Maria Tismer, Anita Barancow
Feld: Lysianne Kersten, Josefine Nietsche, Bonita Thomas 1, Doreen
Heuseler, Marlena Towarnicka 5, Sarah Regen 1, Ute Wagner, Julia Kupper 6/1, Diana Hallasch 1, Uta Schulz, Lisa-Marie Busse 3, Kim-Lisa Woithe
Trainer: Gerd Tismer
Co-Trainer: Matthias Gliese, Gerd Kupsch
Betreuer: Franziska Wagner
Schiedsrichter: Stralz/Rochlitz - Guben
7-Meter: HSG 4/1, VfB II 5/4
Zeitstrafen: HSG 5, VfB II 2