Pokalfinale Frauen
Frauen der HSG Schlaubetal gewinnen Pokalfinale
HSG Schlaubetal – HSV Müncheberg/Buckow 26:19 (12:10)
Von W. Hohmann
Im letzten Saisonspiel standen sich am 22.05.2011 im Strausberger Oberstufenzentrum die Mannschaften der HSG Schlaubetal und des HSV Müncheberg/Buckow im Pokalfinale der Frauen in der Spielunion D (Kreise Märkisch Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spree und der Stadt Frankfurt/Oder) gegenüber.
Nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga setzte die Mannschaft von Trainer Gerd Tismer noch die „Krone“ auf eine für die HSG Schlaubetal überaus erfolgreiche Saison 2010/2011. Unermüdlich angefeuert von über 30 mitgereisten Fans konnte Kapitänin Doreen Heuseler am Ende den „Pott“ aus den Händen der Staffelleiterin Nancy Beifuß im Beisein des 1. Vorsitzenden des KFV MOL, Roland Krause in Empfang nehmen.
Auch wenn das Endresultat relativ deutlich ausfiel, war die spielerisch insgesamt nicht unbedingt berauschende Partie bis zum 16:12 in der 39. Minute ein echter „Pokalfight“, in dem der Meister vom Drittplatzierten mehr gefordert wurde, als ihm sicher lieb war.
Dabei begannen die Schlaubetalerinnen das Spiel durchaus überlegen. Aus einer sicher stehenden Abwehr mit einer überragend haltenden Maria Tismer gelangen ihnen im Angriff durchaus sehenswerte Spielzüge, die bis zur 15. Minute zu einer sicheren 8:2 Führung führten. Danach hatten sich die HSV- Spielerinnen besser auf das Angriffsspiel des Meisters eingestellt. Diesem „schmeckte“ die offensivere Deckung gegen Spielmacherin Marlena Towarnicka überhaupt nicht, was den Spielfluss sichtlich durcheinander brachte. Die Folge war, dass die Schlaubetalerinnen bis zur Halbzeit nur noch 4 Treffer erzielten und diverse Fehlabspiele und unplatzierte Torwürfe zu verzeichnen hatten. Dazu „schwächten“ sie sich in der Abwehr noch selbst, indem die Müncheberger Spielmacherin offensiv gedeckt wurde, was zu mehr Räumen für die bis dahin ungefährlichen Halbspielerinnen sowie die Kreisspielerin des HSV führte. Und dies nutzten diese, um den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen, so dass es fünf Minuten vor der Halbzeit plötzlich 10:10 Unentschieden stand. In der Endphase konnte sich der Meister dann aber doch noch eine 12:10 Halbzeitführung erspielen.
Auch in der 2. Halbzeit erwischten die Schlaubetalerinnen den besseren Start und konnten sich bis zur 45. Minute auf 19:13 absetzen. Diesmal ließen sich die nunmehr auch konditionell überlegenen HSG- Spielerinnen den Vorsprung jedoch nicht wieder aus der Hand nehmen. Zwar konnten sie nach einer etwas übertriebenen roten Karte gegen die Müllroserin Sarah Regen, die dann im Spielprotokoll fälschlicherweise Ute Wagner „zugeschrieben“ wurde, noch einmal auf 21:17 verkürzen, waren dann aber dem Meister sowohl konditionell als auch spielerisch entscheidend unterlegen. Jetzt konnten sich aus dem Rückraum auch Carolin Vogel, über Außen Jaqueline Riedel (mit jeweils zwei Toren) sowie Nancy Menning mit einem Treffer vom Kreis entscheidend in Szene setzen. Beim Stand von 24:17 in der 57. Minute war der Pokalsieg dann endgültig perfekt, der von der Mannschaft und ihren Fans enthusiastisch bejubelt wurde. Umso mehr, weil vor der Saison niemand im Entferntesten damit gerechnet hatte, dass die Mannschaft gleich im ersten Punktspieljahr den Kreismeistertitel und dazu auch noch den Pokal gewinnt.
Für diese Leistung gebührt allen Spielerinnen, ihrem Trainer, den Betreuern und dem gesamten Umfeld höchste Anerkennung und viel Erfolg im kommenden Spieljahr in der Verbandsliga!
HSG Schlaubetal: Maria Tismer, Anita Barancow (Tor);
Doreen Heuseler, Carolin Vogel 2, Marlena Towarnicka 7, Jaqueline Riedel 2, Josefine Nietsche 1, Nancy Menning 1, Lysianne Kersten, Ute Wagner, Sarah Regen 3/1, Diana Hallasch 8/4, Anita Slapczinska, Bonita Thomas 2
Trainer: Gerd Tismer
Betreuer: Matthias Gliese, Franziska Wagner
Schiedsrichter: Björn Hanneck/Thomas Eichholz – HC Hennickendorf
Zeitstrafen: HSG Schlaubetal 5, einmal Rot, HSV Mücheberg/Buckow 5
Siebenmeter: HSG Schlaubetal 9/5, HSV Müncheberg/Buckow 7/4
Zuschauer: ca. 80